Migräne-App: Vom digitalen Pionier zum täglichen Begleiter
Shownotes
Wie kann eine App Menschen mit Migräne im Alltag unterstützen – und das über zehn Jahre hinweg? Die Migräne-App gilt als Vorreiter digitaler Gesundheitsanwendungen und wurde in Deutschland bereits mehr als eine Million Mal heruntergeladen. Eine aktuelle Nutzerbefragung zeigt zudem, dass viele Betroffene sie regelmäßig und aktiv nutzen. Jana Walther spricht mit Prof. Dr. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel über die Idee hinter der Migräne-App, ihre Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren und ihren Beitrag zur Versorgung von Menschen mit Kopfschmerzen und Migräne. Welche Rolle spielt inzwischen Künstliche Intelligenz? Was bringt die Anwendung Betroffenen tatsächlich? Und was braucht es, damit eine digitale Gesundheitsanwendung langfristig erfolgreich bleibt?
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00:00:03: Willkommen im Maschinenraum Gesundheit, dem Podcast der TK Landesvertretungen.
00:00:09: Hier treffen wir Antreiberinnen und Pioniere die sich für eine bessere Versorgung stark machen, die Grenzen verschieben und Fortschritt vorantreiben.
00:00:22: Hallo und willkommen zu dieser Podcastfolge aus Schleswig-Holstein genauer gesagt aus Kiel.
00:00:28: Mein Name ist Jana Walter und ich bin Landespressesprecherin bei der Tk in Schleszig-Hollstein.
00:00:33: Ich befinde mich gerade in der Schmerzklinik Kiel und mir gegenüber sitzt der ärztliche Direktor der Klinik Prof.
00:00:39: Dr.
00:00:40: Hartmut Göbel, er gilt deutschlandweit als einer der führenden Experten beim Thema Kopfschmerzen und Migräme.
00:00:47: Hallo Herr Professor Göbel Wir sitzen hier an einem ganz besonderen Ort, nämlich genau dort, wo vor zehn Jahren im Oktober, die Migräne-App in Zusammenarbeit mit der TK erstmals vorgestellt wurde.
00:01:02: Hier am Kieler Ostufer.
00:01:03: Zehn Jahre sind in der digitalen Welt eine ziemlich lange Zeit.
00:01:08: Täglich kommen neue Anwendungen in die Appstores und andere verschwinden wieder.
00:01:12: Gleichzeitig sprechen wir auch oft darüber, dass wir die Bildschirmzeit eher reduzieren wollen.
00:01:17: Umso spannender ist heute die Frage, wie schafft es eine Gesundheits-App über zehn Jahre relevant zu bleiben.
00:01:23: Was macht die Migräne App offenbar richtig?
00:01:26: Herr Prof.
00:01:26: Goebbelt, gehen wir dafür einmal zurück ins Jahr zwanzig sechzehn.
00:01:30: Was war denn die konkrete Idee hinter der Migräni-App?
00:01:33: Welche Lücke in der Versorgung sollte sie schließen?
00:01:37: Die Grundidee war, wie können wir es den Patientinnen und Patienten ermöglichen eine bessere Verlaufsener Volkskontrolle zu machen?
00:01:44: Wie können Sie sehen an wie viel Tagen bestehen Kopfschmerzen.
00:01:47: Wie können sie sehen, wie oft muss man Medikamente einnehmen, wie wirken die und wie kann man die Therapie optimieren damit die migräne Last weniger wird?
00:01:55: Und früher war das ja alles nur mit Papier und Bleistift möglich.
00:01:58: Dann hat man einen Kopfschmerzkalender geführt, dann hat es ausgezählt und ausgewertet.
00:02:03: Der Patient musste das mitbringen.
00:02:05: Die Kopfschmetz-Kländer hatten immer die Eigenschaft ... Die werden vergessen, nicht ausgefüllt.
00:02:10: Man hat keine richtigen Daten.
00:02:12: Die werden auch nicht mitgebracht zum Arztbesuch.
00:02:14: Da war immer die Antwort, hab ich gerade vergessen.
00:02:17: Dann kann man natürlich keine gute Grundlage haben.
00:02:20: Ein Smartphone, das hat man in der Tasche, das vergisst man nicht.
00:02:24: Das ist immer dabei.
00:02:26: Außerdem hat der Smartphone ja die Möglichkeit, da ist ein Rechner drin kann die Migranitage zusammenzählen, kann zusammenzäheln wie oft man Medikamente einnimmt und man kann die Daten aggregieren und hat dann gleich einen Ergebnis und damit kann ich dann besser die Therapie kontrollieren.
00:02:41: Jetzt haben wir die Möglichkeit – der Patient hat eine prospjektive Datensammlung, er kann das also jeden Tag ein geben diese Migräneattacken die Häufigkeit in Medikamente.
00:02:52: Es wird dann zusammengezählt und der Arzt kann dann gleich diese Auswährung analysieren, hat damit sofort ein Ergebnis.
00:02:59: auf einen Blick sieht er wie waren die letzten Wochen?
00:03:01: Wie war das letzte Monate?
00:03:03: Das war der Grundgedanke.
00:03:04: aber die App kann natürlich sehr viel mehr und deswegen wird die App ja auch über Jahre und jetzt mittlerweile über zehn Jahre von den Nutzerinnen und Nutzern so treu herangenommen und sie wird weiter genutzt.
00:03:18: Wir haben gerade eine Auswertung gemacht, da sehen wir dass die meisten Patienten sechs bis zehn Jahre sich schon nutzen und sie an.
00:03:25: Konnt du eine ehrliche Begleiter in der Verlaufsnuffolgskontrolle ihrer Migräne ist?
00:03:29: Also quasi nicht nur die Idee, dass das fürs eigene Selbstmanagement ist.
00:03:32: Sondern ja auch für DNA oder die Ärztin Vorteile bringen.
00:03:36: Das ist der Kerngedanke und das ist ja auch das Besondere an der App.
00:03:39: Diese App ist nicht von einem Start-up entwickelt worden von Leuten von Technikern, die eigentlich gar nicht in der Versorgung sind, die gar keine Ärzte oder Ärzten sind sondern sie entstand aus der Idee der Versorgen direkt hier in unserer Schmerzklinik behandeln.
00:03:52: wir Betroffene sehen den seit Jahren und Jahrzehnten.
00:03:55: Wir wissen, was wir als Ärzte möchten von der Verlaufsener Volkskontrolle und wir wissen auch, was die Betroffenen
00:04:00: möchten.".
00:04:01: Jetzt hatten wir das Glück mit der Zusammenarbeit bei der Technikerkrankenkasse, dass ihr sehr innovative Damen und Herren mitgewirkt haben und auch den Versorgungsgedanken hineingebracht haben.
00:04:11: Wir haben gerungen um die bessere Idee.
00:04:13: wie können wir das optimieren?
00:04:15: Dass eben aus der versicherer Perspektive eine bessere Versorgung möglich wird.
00:04:20: Und wir haben auch Betroffene ins Boot genommen.
00:04:23: Die bundesweite Selbsthilfegruppe hat hiermit gewirkt, damit wir wissen, was die Leute brauchen.
00:04:31: Und das alles zusammen hat dieses Konzept realisiert und ich denke, dass ist der Kerngedanke und das Erfolgsgeheimnis der Migräne, dass sie aus allen Seiten, aus allen Perspektiven, das hineingebracht hat, was wir brauchen um die Versorgung zu optimieren?
00:04:46: Wenn man heute auf ... App schaut, könnte man ja schon sagen dass sie ein gewisserweise ein Vorläufer dessen war was wir inzwischen als digitale Gesundheitsanwendung kurz DIGA kennen.
00:04:58: Die Migräne-App selbst ist aber bis heute keine Diga.
00:05:01: Warum haben Sie sich denn dafür entschieden diesen Weg nicht zu gehen und die App für alle kostenfrei seit zehn Jahren
00:05:09: anzubieten?
00:05:10: Als wir mit der Migräni-App gestartet sind gab es noch gar keine DIGA-Regelung.
00:05:15: Das gab es noch gar nicht, im Gegenteil die Migräne App war einer der Auslöser dass man gesagt hat digitale Gesundheitsanwendungen das sollte eigentlich auch in die Regelversorgung hineingebracht werden.
00:05:26: wir hatten ja das schon drei vier Jahre vorher praktisch eine Entwicklung und es hat sich gezeigt dass es genutzt wird dass es erfolgreich ist.
00:05:33: und nun hatten wir schon als die DIGAS dann kamen die Regelung schon über zweihunderttausend Nutzerinnen und Nutzer Und wir hatten uns natürlich überlegt, ist das der Weg?
00:05:43: Aber wir haben dann die Entscheidung getroffen.
00:05:45: Nein!
00:05:45: Da müsste man ja ein Kostenmodell jetzt entwickeln.
00:05:48: Das müsste hier dann ein Bezahlmodell sein.
00:05:49: Es müsste wieder so sein, dass die Patienten einen Rezept brauchen und das freigeschaltet werden muss.
00:05:55: Die Hürde des Zugangs wurde viel größer geworden.
00:05:59: außerdem Wir hatten schon die Hauptarbeit der App gemacht.
00:06:02: Wir hatten sie auch selber finanziert.
00:06:04: Und die Frage war wie soll es jetzt noch einmal extern kostenpflichtig sein?
00:06:09: Wir wollten das nie.
00:06:10: Wir wollten eigentlich von Anfang an kein Start-up jetzt in dem Sinne sein, sondern wir wollten eine Versorgung verbessern.
00:06:16: Wir wollen ein Service verbessern für die Betroffenen aus Ärzte Sicht und aus Sicht der Technikerkrankenkasse.
00:06:24: Und das hat dann dazu geführt, dass wir uns der Gegend entschieden haben.
00:06:27: Das hat auch letztlich dazu gefühlt, dass über diese zehn Jahre die Migräne ständig weiter genutzt worden ist jetzt über eins Komma Eins vier Millionen Mal heruntergeladen worden ist und die Leute laden den nicht nur herunter.
00:06:38: Die nutzen die auch Wir sehen, dass ja, dass sie kontinuierlich gebraucht wird über Jahre, ja all die jahre jetzt weiter verwendet wird und ich bin mir ganz erstaunt wenn bundesweit Patientinnen und Patienten uns kommen.
00:06:50: Ja die App ist gefühlt und ich kann mit Einblick sehen wie war in den letzten Jahren Und ich kann auch sehen wir waren die letzten Wochen und kann damit die Therapie viel besser steuern
00:06:59: Sie haben es gerade gesagt, über eine Million Mal heruntergeladen.
00:07:03: Es ist eine breite Masse an Menschen die diese App nutzt und wir sprechen hier natürlich bei Migräne- und Kopfschmerzen auch nicht über einen ernieschen Thema.
00:07:12: das betrifft sehr viele Menschen in Deutschland.
00:07:15: Wir haben jetzt gerade von der TK wieder eine aktuelle Auswertung gemacht Und sie zeigt dass jede zehnte TK versicherte Frau, zwanzig fünfundzwanzig wegen Migränen ärztlicher Behandlung war.
00:07:26: Bei den Männern waren's drei Und diese Zahlen bilden ja gar nicht alle Betroffenen ab.
00:07:31: Da gehören auch noch die dazu, bei denen Migräne vielleicht noch gar nicht diagnostiziert wurde oder die sich einfach nicht an ärztliche Verhandlungen geben.
00:07:38: Es ist eine große Menge an Menschen, für die die App eine hilfreiche Option ist mit ihrer Krankheit umzugehen.
00:07:47: Ja, Migräne ist tatsächlich die Volkskrankheit Nummer eins und sie ist vor allem auch eine Erkrankung, die ganz viel Leidensgruppe bedingt.
00:07:54: Die Weltgesundheitsorganisation sagt, Migräne ist bei den berufstätigen Menschen die große... der große Grund für Leitensdruck, für Behinderung.
00:08:05: Gerade bei Frauen und deswegen ist es auch wichtig dass man hier in die Breite der Betroffenen eine bessere Versorgung realisiert das die bessere Diagnosen bekommen präzise Behandlungen bekommt und dann bessere Verlaufsener Volkskontrolle und damit können sie auch wieder besser am Leben teilnehmen.
00:08:19: Der Leitendruck wird weniger.
00:08:22: Ich kann's an dieser Stelle im Podcast ja auch einmal sagen ich bin selbst auch betroffen.
00:08:26: mich habe schon mal einer vorherigen Folge über das Thema Kopfschmerzen erzählt die App auch von Beginn an.
00:08:32: Und was mir ja immer so auffällt, also ich öffne die App und ganz zentral ist nach wie vor natürlich der Schmerzkalender dass sich auf einen Blick sehe wie viele Attacken hatte ich in diesem Monat welche Medikamente habe ich eingenommen?
00:08:46: es gibt natürlich noch ganz viel was da integriert ist.
00:08:48: wir kommen doch gleich nochmal zu wie sie sich weiter entwickelt hat.
00:08:50: aber dieser Kern das ich wirklich Einfach, auf einen Blick weiß es ist ja intuitiv.
00:08:54: Man kann die App einfach bedienen und das verändert sich jetzt auch nicht ständig.
00:08:59: das Design natürlich hat man an der ein oder anderen Stelle mal geschraubt aber es ist halt nutzerfreundlich.
00:09:05: Und auch wenn es technisch möglich wäre könnte man natürlich ständig dass design anpassen.
00:09:09: Aber ich weiß jetzt gerade gibt's neues iphone update.
00:09:12: Das überfordert ihr einem schon maßlos zu finden.
00:09:14: Wo kann ich jetzt eigentlich wieder die Kamera finden?
00:09:16: Und wo ist er auslöser?
00:09:18: und die migraine abschafft es irgendwie mit einfachen mitteln.
00:09:22: Ja, einfach so nutzerfreundlich zu bleiben.
00:09:24: Ist das vielleicht auch Teil des Erfolgs?
00:09:26: Das war für uns ein ganz wichtiges Prinzip.
00:09:28: Wir möchten keine Spielereien da drin haben.
00:09:30: Wir wollen keine Dinge haben die man gar nicht braucht, die man sich vielleicht wünscht und noch mehr Daten sammelt.
00:09:36: Dass es oft immer wieder mal kommt eine Anfrage kann man nicht noch das noch reinbringen, kann man ich noch dass noch rein bringen?
00:09:41: wir brauchen die Gradwanderung zwischen Praktikabilität Nutzervreundlichkeit Das Entscheidende, das Notwendige der gemeinsamen Nenner für die Therapieentscheidung, das möchten wir gerne haben.
00:09:53: Aber nicht alles Mögliche!
00:09:54: Wir möchten kein Datenfriedhof haben.
00:09:56: Kein Arzt würde sich das dann am Ende anschauen und die Therapiewürde dadurch auch nicht verändert werden.
00:10:01: Und deswegen haben wir uns für diesen Weg entschieden.
00:10:04: Praktikabel sauber klar Schnelle Entscheidungen, ähnlich wie beim Auto.
00:10:09: Man hat ein Cockpit und weiß, wie schnell man fährt.
00:10:11: Wie war Mr.
00:10:12: Motor?
00:10:12: Wie viel Benzin hat man
00:10:13: noch?".
00:10:14: Das reicht auch.
00:10:15: Ich brauche nicht alle möglichen anderen Dinge noch.
00:10:18: Diese Klarheit vermittelt die Migräne-App.
00:10:20: Deswegen mögen das die Nutzerinnen und Nutzer so.
00:10:22: Und wollen es gar nicht verändert wissen.
00:10:24: Wir haben eine aktuelle Befragung durchgeführt.
00:10:27: Das wird geschätzt.
00:10:29: Wir arbeiten ständig an der Migräni-App gearbeitet.
00:10:32: Es gab Updates, Verbesserungen, neue Motule, die wir eingebaut haben
00:10:36: ... Beispiele.
00:10:37: Am Anfang war tatsächlich die Dokumentation ganz wichtig.
00:10:40: Wir haben aber mittlerweile zum Beispiel auch verschiedene Skalen drin, die die Dokumension der Migräne verbessern können.
00:10:48: wir haben z.B.
00:10:50: auch Entspannungsverfahren eingebaut.
00:10:52: man kann hier also direkt die progressive Muskel relaxation erlernen und dann auch trainieren.
00:10:58: wir haben Informationsfilme Clips, Informationsmodule drinnen.
00:11:02: wir haben die gesamte internationale Kopfschmerzklassifikation integriert Die genauen diagnostischen Kriterien.
00:11:09: aller dreihundertsechzig Hauptformen von Kopfschmerzen.
00:11:12: Deswegen wäre die App auch von Ärztinnen und Ärzten gar nicht benutzt worden, da kann man genau nachschauen.
00:11:17: Auch ich muss da immer wieder mal nachschauern, weil ... Man kann die nicht alle auswendig wissen, die Kriterien!
00:11:21: Deswegen ist das also ein Versorgungstool für alle.
00:11:25: Und gerade ganz neu haben wir eingebaut physiotherapeutische Übungen.
00:11:29: Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technikerkrankkasse, der Universität Lübeck und der Schmerzklinik Kiel.
00:11:35: Wir haben Anleitung für physiotherapeutische Übung Und die Auswirkung zeigt, tatsächlich kann man wenn man das benutzt, die migräne Häufigkeit, die Kopfschmerztage lindern signifikant reduzieren.
00:11:47: Das ist auch wieder ein schönes Ergebnis,
00:11:49: d.h.,
00:11:50: die kontinuierliche Nutzung führt zu einer besseren Versorgung Auch unabhängig von Arzt.
00:11:54: Wir haben heute das Problem, dass viele Menschen gar keinen Termin mehr kriegen oder es sehr schwer viel zeitnah versorgt zu werden.
00:12:01: Gerade Fachärzte gerade in den Nordologien der Schmerztherapie ist für zunehmend schwerer und da sind natürlich die Migräne ein kontinuierlicher verlässlicher Begleiter.
00:12:10: man weiß wo man steht und man weiß auch wenn es notwendig ist etwas zu tun, dass man sich dann an Arztterminen auch wieder macht wenn die migräne Vorbeugung die Attackentherapie aus dem Bruder laufen würde.
00:12:20: Und Sie haben ja auch jetzt eine KI mitintegriert.
00:12:23: Was kann die?
00:12:25: Ja, KI ist natürlich momentan ein großes Thema insgesamt und es ist unglaublich was KI heute realisieren kann.
00:12:32: Die Idee war wenn wir jetzt einen KI-Modul einbauen können der Betroffene aber auch Ärzte direkte Fragen stellen.
00:12:39: Jetzt war das Entscheidende.
00:12:40: Wir möchten nicht Informationen da einbauten die vielleicht gar nicht fachlich korrekt sind.
00:12:45: Das ist ja das Problem heute weil aus dem Netz kann man alles mögliche herausfinden Und deswegen haben wir die KI so angelern, dass sie nur... valitierte Fachinformationen dann bekommt.
00:12:56: Also da ist ein ganzes Lehrbuch von mir zum Beispiel, drehen über neun in der Zeit mit allen Fachinformation und das sind die Leitlinien drin.
00:13:03: Das sind Fachinformatione für den Medikament drin.
00:13:06: Es ist also ein validiertes Wissen.
00:13:08: Und jetzt kann ich z.B.
00:13:09: fragen wie entsteht die Migräne?
00:13:10: Ich bekomme eine Antwort Wie entsteht Cluster-Kopfschmerz?
00:13:13: Was ist der Unterschied zum Spannungskopfschmärz?
00:13:15: Und ich bekomme personalisierte Informationen.
00:13:18: Genau das wollen die Benutzerinnen und Benutze auch haben.
00:13:21: Die möchte nicht irgendeine Antwort haben die fachlich nicht validiert ist, sondern zu möchten genau wissen.
00:13:27: Wenn ich da jetzt frage, krieg' ich auch eine korrekte Antwort?
00:13:30: Die auch wissenschaftlicher Grundlage besteht und das realisiert den
00:13:33: Migräne-App.".
00:13:35: Das kennen wir alle.
00:13:35: das Problem, dass andere KI's gerne für Gesundheitsfragen verwendet werden und die Antworten natürlich fraglich sind.
00:13:41: Da haben wir eine sichere KI integriert in die Migräne-App, wo man all seine Fragen zum Thema Kopfschmerzen und Migräme loswerden kann.
00:13:49: Sie haben schon Ihre Befragung erwähnt, die aktuelle?
00:13:53: Ich gehe noch mal ganz kurz auf eine aus den letzten Jahren zurück.
00:13:56: da haben sie auch in einer Wirksamkeit Studie belegen können, hilft allein durch die Dokumentation und durch das eigene Gesundheitsmanagement, die Schmerztage zu reduzieren.
00:14:08: Bei der neuen Befragung gibt es da irgendwie ein Ergebnis was sie vielleicht auch überrascht
00:14:13: hat?
00:14:15: Es gab also wirklich erstaunliche Antworten.
00:14:17: Erst mal die kontinuierlichen Nutzung, die hat mich überrascht und auch sehr gefreut dass die Betroffenen die Migranien kontinuerlich über die Jahre nutzen.
00:14:26: Und da gibt es wirklich die Antwort ja wir brauchen sie kontinuellig und wir möchten auch gar nichts groß geändert haben.
00:14:33: Wir möchten das so bleibt wie sie ist natürlich weiter der Verbesserungen ins.
00:14:38: insofern war da die Personalisierung der Auswertung nochmal ein Wunsch.
00:14:41: aber vom Grundsatz her liegen wir hier genau auf den richtigen Schiene.
00:14:45: Über ninety-eight Prozent benutzen kontinuierlich den Kopfschmerzkalender, über seventy vier ... Dokumentieren genau ihre Akutmedikation und steuern damit die Attackentherapie.
00:14:56: Und über eighty-three Prozent benutzen den Migranierbach in der Sprechstunde, bringen sie also den Arzt mit, legen Sie auf den Tisch oder nehmen die Checkliste mit oder schicken Sie schon vorher bei E-Mails, dass der Arzt genau weiß wie war der Verlauf?
00:15:10: Wenn ich das alles erfragen müsste als Arzt, da brauche ich eine halbe Stunde ... Die Zeit ist ja in der Regel nicht da!
00:15:16: Ich habe hier akkligierte Taten so eine verbesserte Versorgung kriegen.
00:15:23: Und wenn man jetzt fragt, was ist den Betroffenen eigentlich am wichtigsten?
00:15:27: Dann sagen sie der kostenlose Zugang, die Hürde.
00:15:31: Die nicht besteht, dass ich hier direkt mir diese Migräne parunder laden kann.
00:15:35: Ich brauche kein Rezept dazu.
00:15:37: Ich muss nicht um ein Rezept bitten und sie ist auch unabhängig von der Krankenkasse.
00:15:41: Das war ja auch unser Gedanke.
00:15:43: es ist eine App für alle Und das ist realisiert und das sagen über siebenund neunzig Prozent.
00:15:48: das ist mir besonders wichtig und deswegen brauchen wir auch keine Bezahlapp sondern Sie sind damit zufrieden und da ist ja alles drin was man für den Versorgen braucht.
00:15:58: Zum Schluss möchte ich noch einmal kurz ganz praktisch werden und hören ja sicherlich auch einige Menschen zu, die selbst unter Migräne leiden.
00:16:06: Deshalb vielleicht einmal die Bitte an Sie abseits der Migräner App zu denken wenn sie Betroffenen nochmal einen ganz konkreten Tipp zur Vorbeugung mitgeben dürften.
00:16:15: Vielleicht sogar ein den viele noch gar nicht so auf dem Zettel haben welcher wäre das?
00:16:21: Migräneattackentherapie ist zwar wichtig, aber das ist nicht der entscheidende Punkt.
00:16:26: Wir wollen ja keine Migräniattacken in dieser großen Häufigkeit haben.
00:16:29: Idealerweise wollen wir gar keine Migräniatacken haben.
00:16:32: und die Wahrheit Man kann ganz viel selber machen, wenn man ein Konzept hat wie die Migräne entsteht.
00:16:39: Migränen ist zum großen Teil genetisch bedingt aber kann auch durch unser eigenes Verhalten durch unseren Lebensstil verschlechtert werden, aber umgekehrt auch verbessert werden und das ist eine gute Nachricht.
00:16:49: ich kann selber viel tun und da ist eigentlich das zentrale Regelmäßigkeit gleich takt.
00:16:55: Wenn man Migräne hat, abwartet das Gehirn sehr schnell.
00:16:58: Es ist sehr aktiv.
00:17:00: Deswegen haben ganz besonders viele kreative und aktive Menschen viel Migränen.
00:17:05: Das ist wohl auch der Grund, warum Frauen mehr Migräner haben als Männer.
00:17:08: Wir haben ein sehr schnelles Gehirne.
00:17:10: Nehmen reizt sich schnell auf.
00:17:12: Wenn aber jetzt alles zu schnell, plötzlich, häufig, impulsiv zuviel kommt, wird das Nervensystem überlastet.
00:17:19: Es kommt an Energiedefizit.
00:17:21: Die Folge ist die Nervenzellen können nicht mehr richtig arbeiten.
00:17:25: Das Gehirn versucht jetzt die Blutgefäße zu erweitern, mehr Energie an die Nervenzellen zu bringen.
00:17:29: Die ist aber nicht da.
00:17:30: und dann kommt es zu diesen bochenden pulsierten Kopfschmerzen.
00:17:34: Und jetzt Ihre Frage?
00:17:35: Was kann ich tun?
00:17:37: Alles zu schnelle, alles zu viele, alles so plötzliche, alles zur Impulsive reduzieren.
00:17:43: Gleichtag!
00:17:44: Regelmäßigkeit ist das Geheimnis.
00:17:46: also ein regelmäßigen Tag Rhythmus leben gleichmäßig ins Bett, gleichmäßig aufstehen Regelmäßig essen, Kohlenhydratreichs sich ernähren.
00:17:54: Entspannungsphasen im Alltag einbauen, Sport treiben, einmal Pause machen und vor allem einmal am Tag nichts zu tun auszuruhen, entspannen Nervenzellen zurückgekommen zu lassen.
00:18:06: Und dann habe ich die große Wahrscheinlichkeit dass mein Nervensystem nicht ins Energiedefizit kommt und weniger Migränatacken resultieren.
00:18:14: Ja, also ein gesünderer, ruhigerer Lebensstil mit mehr Kohlenhydrat.
00:18:20: Das sehen wir zum Frühstück.
00:18:22: Kartoffeln auch empfohlen haben.
00:18:23: Also das gute alte nordische Bauernfrühstück ist sehr gut geeignet für Migräne-Patientinnen.
00:18:28: Tatsächlich, dass Gehirn verbrennt, wenn es gesund ist.
00:18:31: nur Kohlen hydrate.
00:18:32: Kein Fett und kein Eiweiß.
00:18:34: Wenn ich Kohlenhydrate esse, dann gebe ich mein Gehirnen die Energie, die es braucht.
00:18:39: Und tatsächlich die Stärke in der Kartoffel.
00:18:41: Ein vernünftiges Nahrungsmittel.
00:18:44: Ja, man sollte aufpassen ob man wirklich Marmelade und ein weißes Brötchen ist.
00:18:48: Tatsächlich ist dein Kohlenhydratreich ... Frühstück ganz wichtig.
00:18:51: Nach der Nacht, nach acht, zehn Stunden Nahrungskarenz braucht das Nervensystem schnell Energie.
00:18:58: Viele Migranentakten kommen ja auch aus dem Schlaf am Morgen und ein gesundes kohlenhydratreiches Frühstücken mit komplexen Kohlenhydraten ist gut.
00:19:06: Vollkornprodukte, Kartoffel ist natürlich auch hier ein Stichwort.
00:19:09: Das bringt den Nervensystem schnelle Energie.
00:19:12: Da nimmt man übrigens auch nicht zu, sondern das Nertensystem verbrennt diese Dinge.
00:19:19: Vielen Dank auch noch mal für diesen Ernährungstipp, Herr Prof.
00:19:21: Göbel!
00:19:22: Vielen dank auch für den Ausflug in die Welt der Migräne und natürlich
00:19:26: auch herzlichen Glückwunsch zu zehn Jahren Migränalp.
00:19:29: Ja vielen Dank.
00:19:30: wir freuen uns dass hier dieser Geburtstag gefeiert werden kann und es ist ganz toll das die Zusammenarbeit das ermöglicht hat.
00:19:37: Es ist ein Gemeinschaftswerk, Technikerkrankkasse, Selbsthilfegruppen, Schmerzklinik aus der Versorgung für die Betroffenen.
00:19:43: Hier haben wir einen Nutzen der wirklich sich umsetzt.
00:19:50: Und bis zum nächsten
00:19:51: Mal
00:19:52: im Maschinenraum Gesundheit.
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