Hybride Versorgung bei psychischen Erkrankungen – die Erfolgsgeschichte von mentalis
Shownotes
Wie können Menschen mit psychischen Erkrankungen und Jugendliche in Krisen schnell und flexibel betreut werden? mentalis – ein Startup aus Nürnberg beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit Fragen rund um die qualitativ hochwertige und lückenlose psychologische Versorgung. Die Kombination aus einer Therapie-App kombiniert mit Videotelefonie oder Telefongesprächen mit Psychologinnen und Psychologen nutzen jährlich tausende Patientinnen und Patienten. Auch die TK ist Partner von mentalis, zum Beispiel, um Jugendliche mit psychischen Belastungen und deren Eltern niedrigschwellig zu unterstützen. Die Gründer von mentalis, Dr. Christian Aljoscha Lukas und Jürgen Stein, haben mit Kathrin Heydebreck über das Angebot CareNow, die Belastungen von jungen Menschen und das Erfolgsrezept von mentalis gesprochen.
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00:00:03: Willkommen im Maschinenraum Gesundheit, dem Podcast der TK Landesvertretungen.
00:00:09: Hier treffen wir Antreiberinnen und Pioniere die sich für eine bessere Versorgung stark machen, die Grenzen verschieben und Fortschritt vorantreiben.
00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge aus Bayern!
00:00:24: Mein Name ist Katrin Heidebreck und ich bin Landespressesprecherin bei der Technikerkrankenkasse.
00:00:29: Ich spreche heute mit Dr.
00:00:30: Christian Alyosha Lukas und Jürgen Stein, sie sind die Gründer- und Geschäftsführer von Mentalis – einem Unternehmen mit dem Hauptsitz in Nürnberg das die psychologische Begleitung in Form einer Therapie App kombiniert mit Telefongesprächen oder Videotelefonien, den Psychologinnen und Psychologen anbietet und somit schnell und flexibel unterstützen kann wenn jemand dringend und oder lückenlos psychologisch betreut werden muss.
00:00:56: Hallo und herzlich willkommen, Herr Dr.
00:00:57: Lukas und Herr Stein.
00:00:58: Ganz herzlichen Dank für die Einladung!
00:01:00: Wir freuen uns sehr, hier zu sein.
00:01:01: Vielen Dank.
00:01:03: Lassen Sie uns gleich mal mit ein paar Zahlen-Datenfakten zum Mentales einsteigen?
00:01:08: Also, die Idee zum Mentalen ist es, dass am Lehrstuhl für klinische Psychologie um Psychotherapie der Friedrich Alexander Universität Erlang in Nürnberg entstanden.
00:01:18: Und heute mehr als zehn Jahre später blicken sie auf eine ziemliche Erfolgsgeschichte zurück.
00:01:23: Sie beschäftigen mittlerweile Knapp zweihundert Mitarbeitende versorgen mehrere tausend Patientinnen und Patienten pro Jahr, haben einen Wachstum von achtzig bis neunzig Prozent.
00:01:34: Sie kooperieren mit mehr als hundert Kliniken und fünfzig Krankenversicherungen.
00:01:38: Gleich meine Einstiegsfrage – was zeichnet mentales als Partner- und Versorge aus?
00:01:46: Ja danke erstmal für das Intro!
00:01:48: Das wird einem gleich ganz anders wenn man diese Zahlen auch noch mal so ein bisschen vor Augen geführt bekommt.
00:01:54: Ich glaube uns war von Anfang an wichtig, dass wir ein Versorgungsangebot machen was eine sehr hohe Qualität aufweist.
00:02:03: Wir haben universitär viele Jahre lang geforscht und haben uns mit der Frage beschäftigt wie kann man digitale Therapien so an die Patientinnen bringen das sie möglichst gut wirkt?
00:02:15: Und sind am Ende bei der Hybridenversorgung gelandet.
00:02:19: Hybrid bedeutet, dass wir eine Kombinationsbehandlung, eine Kombinationsversorgung anbieten aus eben digitalen Medizinprodukten.
00:02:25: Das sind die Therapie-Apps von denen Sie eben gesprochen haben und das flankieren wir aber mit einer menschlichen Begleitung weil die Forschung sehr klar gezeigt hat, dass digitale Therapien wirken können sie aber unbedingt menschlich begleitet werden sollten weil der Mensch sozusagen über die therapeutische Beziehungen einfach nochmal ganz wichtige Aspekte mit in die Versorgung reinbringt.
00:02:45: Und das ist ein Ansatz, den wir sehr konsequent verfolgen von dem wir nicht abweichen und den wir in den letzten zehn Jahren entwickelt weiterentwickelt haben immer versuchen zu optimieren um letztlich das beste Ergebnis zu erzielen.
00:03:02: Punkt Partner etwas sagen.
00:03:03: Also wir haben unser Verhältnis zu Krankenversicherungen sehr partnerschaftlich aufgebaut, was wir darunter verstehen ist dass wir immer sehr offen sind miteinander sind und sehr offen uns austauschen, was denn die verschiedenen Bedürfnisse sind?
00:03:15: Was State of the Art ist?
00:03:16: Was wir sehen wie wir die Versorgung verstehen aber auch von den Krankenkassen und Krankenversicherung entsprechend das Feedback auch aufnehmen und verarbeiten weil sie ja sehr nah an ihren Versicherten auch dran sind und wir da entsprechende Versorgungen zugunsten aller Beteiligten machen, also Versorgung für die Versicherten.
00:03:33: Aber auch die Versorgungen, die für die Krankenkassen funktioniert und letztendlich für uns als Mentales auch als Unternehmen unseren Ansprüchen gerecht wird.
00:03:41: Lassen Sie uns gleich mal über unser gemeinsames Angebot sprechen?
00:03:45: Wir kooperieren mit mentales rund um das Thema psychische Belastungen und Erkrankungen im Jugendalter.
00:03:51: jetzt... Sie beginnen ja im Süden Deutschlands endlich die Sommerferien, so Ferien stellen Familien gerne mal auf eine Belastungsprobe.
00:04:00: Hinzu kommt dass die Pubertät eine sehr sensible Phase ist und da kann es schon mal kriseln in der einen oder anderen Familie.
00:04:09: Unser Angebot heißt Care Now und es ermöglicht Jugendlichen im Alter zwischen dreizehn und siebzehn Jahren und deren Eltern bei Krisen schnell Hilfe zu finden eben in Form ihrer App kombiniert mit psychologischen Gesprächen.
00:04:21: Wir ersetzen damit keine Psychotherapie, aber schaffen eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Eltern und Jugendliche.
00:04:28: Und zwar im besten Fall bevor sich Probleme manifestieren!
00:04:31: Wie funktioniert Kernau und was sind die Vorteile des Angebots?
00:04:35: Bitte erklären Sie das mal.
00:04:36: Zunächst einmal ist Kernau, wie alle unsere Versorgungsangebote eben auch ein hybrides Versorgungssangebot bedeutet.
00:04:42: es gibt eine Therapie App, die auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnitten ist, die dann auch Kernau nutzen möchten und es gibt eben auch wieder diese telepsychologische Begleitung per Video oder eben auch per Telefon sowie dass der Versicherter oder die Versicherte entsprechend wünscht.
00:04:59: Das Besondere an Kernau ist, dass wir eben nicht wie in der regulären Erwachsenenbehandlung oder Versorgung eine Person betreuen.
00:05:07: Sondern wir haben relativ häufig als Psychologe das ganze System bei uns in der Versorgungen.
00:05:14: Wir haben jetzt zum Beispiel eine Jugendliche die an einer Essstörung leidet, die wir in der versorgen Betreuung mit Kernau.
00:05:22: Aber wir haben auch die Eltern in Gesprächen denn es ist einfach ganz wichtig dass das ganze System, die ganze Familie sozusagen dann mit abgeholt wird und begleitet wird.
00:05:32: Und das ist sicherlich ein ganz wichtiger Punkt der Kernau von anderen Versorgungsangeboten unterscheidet.
00:05:37: Können Sie vielleicht an dieser Stelle kurz erläutern was es besondere bei der Betreuung, bei der psychologischen Betreuungen von jungen Menschen ist?
00:05:46: Ja, also ganz, ganz wichtiger Aspekt.
00:05:48: Ich würde einen Punkt früher ansetzen auf der Zeitschiene und zwar Kernau ist entstanden als Angebot von mentales während der Corona-Pandemie wo wir natürlich auch medial mitbekommen haben das Jugendliche besonders stark unter den ja wichtigen und damals notwendigen Maßnahmen aber leiden.
00:06:08: Das heißt es gab verstärkte soziale Isolation, einen Rückzug den Jugendlichen erlebt haben zu Hause in das häusliche Setting.
00:06:17: Die Schule die teilweise auch online stattgefunden hat Wo Jugendliche tatsächlich noch mal stärker drunter gelitten haben als Erwachsene, weil Jugendliche den Austausch deutlich stärker brauchen mit ihren Peers und Freunden.
00:06:31: Und in dieser Zeit ist dann auch die Idee entstanden mit Kernau ein einfaches und niedrigschwellig zugängliches Versorgungsangebot zu schaffen was Jugendliche und deren Familie nutzen können.
00:06:43: Und um darauf einzugehen, was Sie gerade gefragt haben initial.
00:06:46: Ja wir haben bei Jugendlichen ein großes Problem das Bedürfnis oder andersherum gesagt dass das Verständnis wo kann ich denn mit meinem Problem eigentlich andocken?
00:06:57: Was gibt mir das System, das Gesundheitssystem in Deutschland auch für Möglichkeiten?
00:07:01: Wo kann ich mich hinwenden?
00:07:03: Das ist bei Jugendlichend oftmals noch gar nicht vorhanden.
00:07:05: als Wissen und da spielen die Eltern aber auch die Schulen eine ganz wesentliche Rolle die sozusagen als Multiplikatoren oder als Überweisern, Anführungszeichen den Weg ebnen können in bestehende ambulante Strukturen wie zum Beispiel zu Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen aber eben auch zu Angeboten wie mentales Kernau.
00:07:27: Und da ist es also so dass wir sehr stark auf die Eltern fokussieren müssen das Angebot bei Eltern auch bekannt machen müssen Ängste nehmen müssen, Barrieren abbauen auch für die Eltern.
00:07:38: Dass sie sagen ich traue dem Angebot der TK.
00:07:41: Ich traue mentales als Leistungserbringer für die TK dass sich mich beziehungsweise meine Jugendliche dann dort auch anmelde und den ersten Schritt gehen möchte.
00:07:50: Ich würde vielleicht da sogar noch mal ein Stück ergänzen.
00:07:53: uns ist ganz ganz wichtig gewesen bei einem Angebot das es sehr niedrig schwelch ist an der Stelle Und zu Kernau kann man sicher anmelden nicht eine Diagnose hat, sondern rein wenn man die psychische Belastung fühlt.
00:08:07: Und im Gespräch mit Psychologen von uns wird dann geschaut passt in das Angebot für den Jugendlichen.
00:08:16: Weil oft ist ja auch der Fall dass da eine Hemmschwell seitens der Eltern noch da ist.
00:08:21: Dr.
00:08:21: Lukas hat es gerade angesprochen auch zu sagen mein Kind braucht tatsächlich was also dem Weg zu gehen.
00:08:26: mit irgendwas stimmt Bei meinem Kind gerade nicht.
00:08:29: Irgendwo braucht es Unterstützung bis hin zu A, vielleicht ist es ja eine psychische Erkrankung.
00:08:33: Diesen Weg dazwischen, den versuchen wir mit Kernau insbesondere zu überbrücken dass der eben frühzeitig dann auch geschaut werden kann das unterstützt wird.
00:08:43: Und welche Krankheitsbilder sehen Sie vor allem?
00:08:46: und können Sie das vielleicht auch ein bisschen einordnen?
00:08:48: Also seit Corona haben die Belastungen zugenommen.
00:08:51: Welche Rolle spielen Social-Media Kanäle, Jugendliche vor allem nutzen im Bezug auf eine Aufklärung aber auch in Anführungszeichen Gefahr?
00:09:04: Können sie das so ein bisschen in den Kontext bringen bitte!
00:09:09: Sehr gerne, vom Grundsatz her gesprochen ist es bei Jugendlichen ähnlich wie bei Erwachsenen auch.
00:09:14: Es gibt gewisse psychische Störungsbilder die auch klassifiziert sind in diagnostischen Manualen und bei Jugendlichem haben wir aber trotzdem die Besonderheit dass in vielen Fällen eine sogenannte Anpassungsstörung diagnostiziert wird einfach weil es schwerer festzulegen ist bei Jugendlichen, welche Diagnose ist das jetzt genau?
00:09:35: Die diagnostischen Kriterien sind zwar grundsätzlich festgelegt wie ich eben sagte aber weil Jugendliche natürlich jeden Tag irgendwo mitten in der Entwicklung stecken körperlich.
00:09:45: Aber auch im Gehirn was sich gerade umbaut ist es schwierig sozusagen da eine genaue Diagnosis fest zu legen.
00:09:51: deswegen wird oftmals gesagt Es besteht einen Bedarf dass es offensichtlich.
00:09:54: das geht so ein bisschen in die Richtung die Herr Stein eben angesprochen hat.
00:09:58: Aber bei der Diagnose tun wir uns ein bisschen schwerer, deswegen wird dann öfters auch die Anpassungsstörung genutzt als im positiven Sinne Sammelbecken sozusagen um therapeutisch mit den Jugendlichen arbeiten zu können.
00:10:11: Darüber hinaus gibt es aber natürlich auch Diagnosen, die stechen so ein bisschen heraus Gerade bei jungen Mädchen, bei Jugendlichen.
00:10:19: Mädchen ist das Thema der Essstörung natürlich ein sehr großes.
00:10:24: Das kennen wir seit Jahren und trotzdem machen wir die Beobachtung dass auch Social Media Konsumens sich gleich eine Rolle spielt.
00:10:32: Bei Schönheitsidealen, bei Körperbildern die transportiert werden mit denen die Jugendlichen dann auch auseinander gesetzt sind wo sie vielleicht auch ein bisschen wenig Anleitung haben wenig Begleitung bekommen von Eltern, von Schule.
00:10:44: Von uns als Gesellschaft.
00:10:45: ehrlicherweise was ist denn jetzt richtig?
00:10:48: Was ist erstrebenswert?
00:10:49: Was is vielleicht unrealistisch?
00:10:51: Was sind auch gefakete Bilder?
00:10:54: Was entspricht gar nicht der Realität und das sind also Themen die uns immer wieder begegnen.
00:10:58: wir haben aber auch durch Social Media ein aus meiner Sicht sehr positiven Aspekt dass über Mental Health über psychische Gesundheit auch psychische Probleme einfach häufiger gesprochen wird.
00:11:09: Es gab mal eine Angst, dass das Häufige darüber sprechen dazu führt.
00:11:13: Dass sich alle gemeint fühlen und sozusagen eine Pandemie der psychischen Erkrankung ausgelöst wird.
00:11:19: ich persönlich würde sagen Das trifft nicht zu.
00:11:21: Ich glaube es deckt eher auf bei wie vielen Menschen psychische Probleme vorliegen und das wird einfach nochmal so ein bisschen transparenter gemacht.
00:11:30: Und an die Oberfläche gebracht, da sehen wir natürlich auch viele Störungsbilder in Richtung ADHS.
00:11:35: aber auch Ängste bei jugendlichen Zwangsstörungen in Richtung Zwangshandlungen oder auch Tickstörung sind auch etwas was wir sehr häufig sehen ja.
00:11:45: Ja wir haben ja vor oder Dr.
00:11:47: Lukas hat vor das Thema ja auch Corona mit angesprochen wo das zu welchem Zeitpunkt das Programm Kernau dann entsprechend auch entstanden ist, vielleicht ergänzen dazu.
00:11:57: Das ist jetzt nicht ein Thema was durch Corona selber gekommen ist oder dadurch initiiert worden ist.
00:12:02: wir sehen die Trends entsprechend auch schon seit Jahrzehnten wie sich die entsprechend weiterentwickeln und auch ohne Corona wären entsprechendes Versorgungsangebot notwendig gewesen und auch eine Corona hätten wir es entsprechend entwickelt.
00:12:15: Jetzt kann ja so eine handfeste Krise auch eskalieren, Stichwort Suizidgefahr.
00:12:22: Wie stellen Sie denn sicher, dass sie die Situation trotzdem im Griff haben oder der Psychologe in dieser Situation trotzdem über die Videotelefonie oder am Telefon
00:12:36: hat?
00:12:36: Das ist ein ganz wesentliches Thema, denn wir haben verschiedene Programme, neben Kernau gibt es auch noch die Soforthilfe für Erwachsene und die Nachsorge.
00:12:44: Und in allen drei Programmgruppen beträumen wir natürlich immer wieder Menschen, die sich im psychischen Ausnahmefällen befinden.
00:12:51: Bedeutet dass Situationen sich krisenhaft zuspitzen können weil die Symptomschwere so schwer ist und so erdrückend wirkt das Menschen in Not geraten und vielleicht dann auch suizidal werden.
00:13:04: Das Thema begleitet uns also schon seit Anfang an, und wir haben natürlich das Problem generell bei psychisch erkrankten Menschen in der Betreuung.
00:13:12: Sei es jetzt ambulant vor Ort, face-to-face sozusagen in der Klinik oder eben auch im digitalen Raum, dass wir überlegen müssen wie fangen wir solche Situation am besten auf?
00:13:22: Da unterscheidet sich die Vorgehensweise bei Metales nicht wirklich von der im ambulanten Face-to-Face Setting.
00:13:28: Es gibt Krisenintervention, die sind manualisiert – die haben wir uns als Metales gar nicht ausgedacht, sondern die kommen eben von führenden Forscherinnen und Forschern und auch Praktikanten in diesem Bereich, den wir entsprechend umsetzen, Ja, zu unterstützen das krisenhafte oder die krisenhäfte Situation auch abzuwenden und entsprechend zu therapeutisch werden.
00:13:50: wir sagen zu contain.
00:13:51: Das heißt, die Menschen halten Unterstützung geben aber auch natürlich wenn es nicht im digitalen Raum auffangbar ist dann auch an entsprechende Stellen weiterleiten.
00:14:03: also aus dem Nähekästen geplaudert hatten wir auch mal Fälle wo unsere Therapeuten am Telefon einen Patienten wirklich in die Klinik begleitet hat und erst als die Oberärztin in der Klinika dann das Telefon übernommen hat, uns rückversichert hat.
00:14:19: Ja, der Patient ist jetzt in der klinik angekommen haben wir dann das Gespräch beendet.
00:14:23: also auch diese Situation gibt es aber wir fühlen uns da sehr gut gewappnet und bisher ist auch noch nichts Schlimmeres passiert.
00:14:32: Und Sie haben ja auch diesen Beiräuter Fragebogen oder?
00:14:35: Richtig.
00:14:36: Das ist sozusagen, dass Suizidalitätsvorgehen nach Wolfersdorf und Schneider das am besten evaluierteste Standard-Goldstandardverfahren beim Umgang mit suizidalen Patientinnen und Patienten – das ist das was ich eben auch angesprochen hatte, dass es das was grundsätzlich alle machen und das machen wir natürlich auch und somit sind wir ja auch Goldstandards.
00:14:57: Herr Dr.
00:14:58: Lukas hier haben unter anderem Psychologie in USA studiert Erstmals einer teletherapeutischen Behandlung bei psychischen Erkrankungen begegnet.
00:15:08: Das war ja so ein bisschen auch die Initialzündung für Mentalis, berichten Sie mal bitte von dieser Erfahrung!
00:15:16: Ja, tatsächlich in den USA hatte ich den ersten Kontaktpunkt mit dem Thema Teletherapie.
00:15:21: Das war damals in Montana also ein sehr ländlicher Bundesstaat in den
00:15:25: U.S.A.,
00:15:26: ein sehr großflächiger Bundesstaats in den USA wo auf der Fläche Deutschlands aber nur eine Million Menschen leben.
00:15:34: Und da hatten wir einen Forschungsprojekt in den USA und der Universität, wo Farmer, depressive Farmer in den
00:15:42: U.S.A.,
00:15:43: sozusagen mit Heldetherapie behandelt werden sollten.
00:15:46: Das war der erste Kontaktpunkt zu einer Zeit, das wird im Jahr zwei Tausend Dreizehn gewesen sein, wo digitale Angebote schon irgendwo verfügbar waren aber noch relativ unbekannt und relativ nischig waren.
00:15:58: Mich hat es damals fasziniert wahrgenommen, aber relativ peripher noch.
00:16:03: Also so richtig Fahrt aufgenommen hat es dann in meiner Wahrnehmung und auch in meiner Tätigkeit als ich im Jahr zwei Tausend vierzehnt zurück nach Deutschland gekehrt bin und dann als Doktorand angefangen habe zu dem Thema zu forschen eben gemeinsam mit Professor Matthias Birken am Lehrstuhlklinische Psychologie und Psychotherapie an der Uni Erlang genau.
00:16:21: Ich würde gerne noch mit Ihnen über Sie oder über Mentalis als Arbeitgeber sprechen.
00:16:28: die Arbeit bei mentales ist vermutlich denke ich mal anders als in einem gewöhnlichen Job, als Inhaber oder Mitarbeiter einer psychotherapeutischen Praxis.
00:16:37: Sie beschäftigen wie ich vorhin schon gesagt habe rund zweihundert Mitarbeitende.
00:16:41: Woher kommen denn ihre Bewerberinnen und Bewerbe?
00:16:43: Und wie muss man sich das arbeiten bei mentales Vorstellen?
00:16:48: Ja also herkommen... über übliche Bewerbungsprozesse ehrlicherweise.
00:16:52: Also wir schalten dann auch entsprechend Stellen, aber ganz viel passiert auch über Mund-zu-Mundpropaganda also von Psychologinnen und Psychologen die entsprechen schon bei uns arbeiten, die das dann bekannten Kollegen Ausbildungskollegen zum Beispiel weit empfehlen und sagen hey komm doch zu Mentalis.
00:17:10: was da gemacht wird, was wir machen hat Hand und Fuß und funktioniert sehr gut für die Versicherten und da kann man wirklich auch etwas bewegen.
00:17:18: Und wie muss man sich das vorstellen?
00:17:21: Ich sag mal, am Ende ist es Arbeit.
00:17:23: Das ist trotzdem so.
00:17:24: aber ich glaube was bei uns besonders ist sind zwei Themen.
00:17:28: Punkt eins ist der hohe Anspruch an die Qualität, die wir da auch entsprechend mit dabei haben.
00:17:32: also jeder Psychologe jede Psychologin die bei uns mit anfangen will Die gehen durch einen entsprechenden Bewerbungsprozess bei uns durch und müssen dann bevor sie an die Versicherten an die Patienten dürfen Dann auch noch mal gesonderte Ausbildungen bei uns machen gesondete Kurse machen damit sie entsprechend ja per Videotelefonie oder per Telefon dann mit den Patienten, mit den Versicherten auch sprechen dürfen.
00:17:55: Und da reingehen wir nennen das die mentales Akademie sozusagen, die vordurchlaufen wird.
00:18:00: und darüber hinaus weil es ja nicht nur Initial ist begleiten wir das auch über dem Prozess wo die Psychologen bei uns sind hinweg dass die entsprechend auch nochmal an Intervision und Supervision angelehnte Inhalte haben, wo sie dann entsprechend auch begleitet werden.
00:18:17: Wo Sie Fragen stellen können?
00:18:19: Natürlich können die immer an unserem Team aktiv nochmal rankommen wenn sie Fragen haben explizit zu einem Fall, wenn Probleme da sind dass sie da eng eingebunden sind.
00:18:28: also bekommen wir auch sehr gutes Feedback tatsächlich von unseren Mitarbeitenden das sie da gut angebunden Und gleichzeitig der zweite Punkt neben der Qualität ist die Hohe Flexibilität, die entsprechend da ist.
00:18:39: Weil wir schreiben niemanden wirklich vor Wander zu arbeiten hat solange sich's im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen halt bewegt sondern dass die hohe Flexabilität eben da das dann mit Versicherten dann entsprechend Termine auch vereinbart werden können wann sie stattfinden.
00:18:53: und es kommt vielen Psychologinnen und Psychologen die für uns arbeiten tatsächlich zugute weil Aus anderen Gründen zum Beispiel, weil die Ausbildung noch nebenherläuft.
00:19:02: Weil andere Lebensumstände entsprechend mit dabei sind Die hohe Flexibilität bei uns für sie halt ein ganz wichtiger Aspekt ist.
00:19:09: Ich würde gerne noch einen Aspekt ergänzen den ich total wichtig finde der auch immer wieder in Bewerbungsgesprächen Mit neuen Mitarbeitenden tatsächlich zu Tage kommt.
00:19:19: Wir sind, glaube ich alles Überzeugungstäter in positiven Sinne.
00:19:22: Irgendwie ist es egal ob ich bei Mentalis als IT-ler arbeite oder als Psychologin oder im Marketing.
00:19:30: irgendwie habe ich einen ganz großen Wunsch das Leben von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern.
00:19:38: Ich glaube dass eint uns alle total weil ich vielleicht selber betroffen bin oder weil ich Betroffene in der Familie habe.
00:19:45: Bei jedem Mitarbeiter, bei jeder Mitarbeiterin einfach ganz relevante Touchpoint zu diesem Thema.
00:19:49: Und ich glaube das ist etwas was uns als Firma kulturell total zusammenbringt und dann auch in sehr guten Zusammenhaltschaft im Team so dass alle dann auch sozusagen in die gleiche Richtung ziehen mit dem gleichen Ziel.
00:20:02: und das macht uns auch immer sehr stark aus finde ich.
00:20:05: Sie haben mentalist von einem Start-up eine mittelständischen Unternehmen gemacht weil sie sich Ja, auch immer damit beschäftigt haben.
00:20:12: Was braucht die Versorgung und was kann man noch verbessern?
00:20:16: An welchen Thema arbeiten Sie derzeit?
00:20:18: und vielleicht können sie auch so ein Tipp geben für andere Start-up Gründerinnen und Gründe wie man im deutschen Gesundheitsmarkt Erfolg haben kann.
00:20:27: Also vom Grundsatz gesprochen wir haben ja verschiedene Angebote.
00:20:30: ich hatte es eben schon mal kurz gesagt das heißt neben Kernau wo es ja heute in Wesentlichen geht Haben wir auf die Klinik Nachsorge wo wir Menschen Begleiten, die aus der vollstationären oder teilstationären Behandlung entlassen worden sind.
00:20:45: Und eben weiterhin Versorgen benötigen.
00:20:47: Wir haben mit der Soforthilfe ein Angebot, was sich an Menschen richtet die auf Wartelisten stehen für ambulante Psychotherapie oder auch im Krankengeld sind und da gerade dringend versorgen brauchen weil sie nichts gefunden haben.
00:20:59: darüber hinaus also das sind so die klassischen Versorgungsangebote die wir haben die wir weiter bespielen wo das Ziel natürlich ist möglichst viele Menschen zu erreichen die Hilfe benötigend.
00:21:08: darüber hinaus arbeiten wir grade natürlich kontinuierlich an der Weiterverbesserung unserer Versorgung.
00:21:15: Das heißt, wir überlegen uns wie können die Versorgen noch besser für Versicherte gestalten?
00:21:20: und da ist das Thema der Datenbasierten Optimierung sozusagen bei uns gerade stark in den Vordergrund gerückt.
00:21:28: Wir arbeiten gerade ein sogenanntes Clinical Intelligence System, was uns hilft zum Beispiel herauszufinden ob es gewisse Prediktoren gibt warum Versicherte das Programm abbrechen oder ob es Gewisse Faktoren gibt die dazu führen dass versicherte besonders stark von dem Programm profitieren.
00:21:46: und das werden wir alles.
00:21:47: Daten basiert gerade aus.
00:21:49: Und werden uns da immer weiterentwickeln und die Versorgung dann auch im Sinne der Versicherten aber auch in den Sinne unserer Partner wie der Teker weiterhin verbessern.
00:21:58: Und jetzt vielleicht noch einen kleinen Tipp für die neuen im Start-up Bereich.
00:22:03: Also ich glaube, eine Erkenntnis im Gesundheitssystem, die wir persönlich gemacht haben mit der wir auch gut fahren ist, dass das Gesundheitssystem einfach aus einer Vielzahl an Akteuren besteht... Wenn wir jetzt als Mentales ausschließlich die Versicherten im Visier hätten, im Fokus hätten, würden wir bestimmt ein ganz tolles Versorgungsangebot haben für die Versicherten.
00:22:23: Aber vielleicht würden dann gewisse Aspekte für die Krankenversicherung nicht gut passen und da muss ich die schon mal mitdenken.
00:22:28: Dann gibt es aber im Bereich der psychischen Gesundheitsversorgung auch ambulante Psychotherapeutinnen, die natürlich auch ihre Idee haben davon wie versorgen ausgestaltet sein sollte, wie versicherte Journeys aussehen ist.
00:22:39: Es gibt die Kliniken, die eine ganz große Rolle spielen.
00:22:42: Die Idee war wirklich frühzeitig mit den beteiligten Stakeholders zu sprechen und genau zu verstehen, wo kann ich mich da sinnvoll einfügen in das System?
00:22:52: Und diese Gespräche haben wir sehr früh geführt.
00:22:54: Die durften wir sehr viel früh führen durch Forschungsaktivitäten wie im Innovationsfonds vom Gemeinsam-Bundesausschuss und die fühlen wir ehrlicherweise auch weiterhin.
00:23:02: Wir haben nicht das Gefühl dass wir das System vollständig verstanden haben was daran liegt, dass sich das System gerade in den heutigen Zeiten kontinuierlich weiterentwickelt Und da wollen wir gerne weiterhin Teil von bleiben und das ist so ein Stück weit, glaube ich der Schüsse zu unserem Erfolg.
00:23:17: Ich
00:23:17: glaub', dass trifft es auf den Punkt also diese Gespräche auch die Offenheit.
00:23:21: Das schließt den Kreis wieder zum Anfang zum Partnerschaftlichen, das auch wirklich mit anzunehmen und offen in die Diskussion zu gehen um nicht zu sagen ah' ich habe da mal was entwickelt jetzt nehmt das Mal und gibt das euren Versicherten sondern wirklich zu schauen was wird auch gebraucht und was ist da?
00:23:37: Wir haben mit einem einer Produktgruppe angefangen, aber unsere anderen Produktgruppen haben sich tatsächlich daraus entwickelt.
00:23:43: Weil wir eben unser Ohr da am Markt hatten und mit den Krankenkassen entsprechend gesprochen haben was wird denn benötigt?
00:23:49: Und am Ende ein Punkt der aber noch dazu kommt ist ein Teil Hartnickigkeit oder Leidensfähigkeit wie man es auch bezeichnet auch dran zu bleiben weil man muss ehrlicherweise sagen Das Gesundheitssystem, das ist halt kein Markt wo man irgendwie sagt ich habe jetzt ein App programmiert und im nächsten Jahr hab' ich zweihunderttausend Nutzer.
00:24:06: Also es ist ein Markt.
00:24:07: wo mir wirklich auch dran bleiben muss ist vielleicht der Punkt, den Dr.
00:24:11: Lukas vorgesagt hat mit was uns eint als Firma und jetzt nicht nur als Gründer sondern wirklich jeden in der Firma ist dass wir wirklich diese Überzeugungstäter sind das wir wissen.
00:24:20: es lohnt sich dran zu bleiben.
00:24:21: es ist tatsächlich wert dran zubleiben weil wir wirklich etwas verändern für Menschen nicht für einen einzelnen sondern für eine Vielzahl von Menschen in unser Programm nutzen Und diese Hartnäckigkeit oder negativ geframed Leidensfähigkeit die bei uns vielleicht dann auch ein Stück da ist auf lange Sicht dann wirklich auszahlt mit den vielen Partnerschaften, die wir mittlerweile haben und die sich auch weiterentwickeln.
00:24:43: Und wo auch jeden Monat neue Partnerschaft hinzukommen so dass man jetzt Ja, nicht nur von der Hartnäckigkeit sprechen muss sondern auch davon strechen kann dass ich das was wir begonnen haben und Stück für Stück umgesetzt habe jetzt dann tatsächlich auch lohnt weil wir auch sehen es trägt Früchte.
00:25:01: Und das Vertrauen ist da.
00:25:03: die Partnerschaft wird auch gesehen und beiderseits gelebt also nicht nur vor uns sondern auch von Krankenkassen und das ist letztendlich ein tolles Gefühl dass uns in dem was wir machen auch weiterhin bestärkt.
00:25:14: ja prima das sind doch schöne Schlussworte.
00:25:18: Vielen Dank für das Gespräch, die interessanten Einblicke und Ihnen weiterhin viel Erfolg.
00:25:23: Ganz herzlichen Dank!
00:25:25: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal im Maschinenraum Gesundheit.
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