PEMP-Methode – Revolution der Nierendiagnostik?

Shownotes

Wie können Forschung, Digitalisierung und Prävention die Nierengesundheit in Deutschland verbessern? Wie beschleunigt die PEMP-Methode die Nierendiagnostik? Manon Austenat-Wied spricht in der neuen Folge des Maschinenraums Gesundheit mit Prof. Dr. Nicole Endlich über ihre revolutionäre 3-D-Lichtmikroskopie, das unkomplizierte Urin-Screening zur Prävention und den Weg vom Labor-Start-Up in den Markt. Erfahren Sie, wie Forschung, Technologie und Pioniergeist die Zukunft der Nierengesundheit neu definieren.

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00:00:03: Willkommen im Maschinenraum Gesundheit, dem Podcast der TK Landesvertretungen.

00:00:09: Hier treffen wir Antreiberinnen und Pioniere die sich für eine bessere Versorgung stark machen, die Grenzen verschieben und Fortschritt vorantreiben.

00:00:22: Herzlich willkommen im Maschinenaum Gesundheit!

00:00:25: Mein Name ist Manon Auszineidwied und ich bin die Leiterin der Tk Landes Vertretung Mecklenburg-Vorpommern.

00:00:32: Heute ist Frau Professorin Dr.

00:00:35: Nicole Endlich bei uns zu Gast, sie ist Professorin für Anatomie an der Universität Greifswald, Pionieren in der Nierenforschung und CEO Danny Poker GmbH.

00:00:47: Sie und ihr Team revolutionieren mit der PEMP-Methode die Diagnostik von Nierenerkrankungen durch hochpräzise DreiD-Analyse von Produzyten.

00:00:55: Lassen Sie uns eintauchen!

00:00:57: In Ihre Welt aus Forschung Startup und Hoffnung für Patientinnen und Patienten.

00:01:03: Guten Tag Frau Professorin, endlich!

00:01:06: Vielen herzlichen Dank für diese Einladung und diese ganz tolle Einleitung.

00:01:12: Was mich natürlich interessiert und was die Hörer hoffentlich genauso interessiert ist wie haben sie ihre Leidenschaft für Nierenforschung entdeckt?

00:01:21: Und was hat sie von der Universitätsmedizin Greifswald zur Gründung von Hipoka mit ihrem Sohn Tim inspiriert?

00:01:28: Die Nieren spielen bei mir seit fünfundzwanzig Jahren ein großes Thema und da eine ganz spezifische Zelle, die habe ich in Heidelberg an der Universität kennengelernt.

00:01:38: Und ich habe gesehen dass sie absolut spannend ist.

00:01:41: Eine ganz wichtige Zelle damit die Niere funktioniert.

00:01:45: Acht in achtzig Prozent!

00:01:46: Der Fälle von Niererkrankungen ist diese Zelle der sogenannte Poduzit, die füßchen Zelle kaputt gegangen oder schwer geschädigt Und ich wollte immer herausfinden, was ist die Ursache dafür und wie kann man das aufhalten?

00:02:00: Das beschäftigt mich, wie gesagt schon über fünfundzwanzig Jahre.

00:02:04: Ich habe so in den letzten Jahren festgestellt dass die Bevölkerung gar nicht weiß, wie schlecht es um ihren Nieren steht Und als Forscherin wollte ich nicht nur einfach Forschung des Forschungswillen machen, sondern ich wollte etwas nach außen geben.

00:02:18: Also manchmal haben mich Patienten angerufen und gesagt können sie da irgendwas tun?

00:02:22: Sie haben was publiziert es haben mich Verwander angerufen von schwerstkranken Patienten und ich dachte wir machen doch hier Forschungen!

00:02:30: Wir müssen was translatieren.

00:02:32: Da war das noch gar nicht so im Sinne dass ist heute ein viel intensiveres Thema etwas aus der Forschung direkt in die Anwendung zu bringen.

00:02:40: Ich würde sagen, da war ich eine der Ersten die das so auch dann in dem Arbeitskreis hier an der Uni Medizin Kreisverhalt verfolgt hat.

00:02:49: Und ich habe dann eine Methode entwickelt in meinem Labor zusammen mit einem sehr talentierten Medizinstudenten und wir haben gesagt Das ist so fantastisch!

00:02:59: Das müssen wir irgendwie nach außen bringen.

00:03:01: Ich hab meinen Sohn immer vorgeschwärmt.

00:03:03: er hatte eine feste Anstellung im Mannheim gehabt Wirtschaftsinformatik Und ich habe gesagt, du, ich schreibe jetzt einen Antrag.

00:03:10: Ich will eine Firma gründen!

00:03:11: Ich bin ja Forscher und habe keine Ahnung von Business oder sonstigen.

00:03:16: Dann hat er gesagt, nee das kannst du nicht so machen.

00:03:18: Ich habe meinen ersten Antrag dann für ein Business-Wettbewerb geschrieben um die Weihnachtszeit herum.

00:03:24: Und dann hat er irgendwann gesagt Mensch hör auf, ich kündige, ich komme hoch wir machen zusammen eine

00:03:29: Firma.".

00:03:31: Als Professorin und Unternehmerin wie balancieren sie Forschunglehre, Startup und Privatleben?

00:03:37: Na sagen wir so, also ich bin wie man das bei uns in der Familie sagt ein bisschen positiv bekloppt.

00:03:44: Also es ist ja nicht so dass ich das nicht gerne tue, es ist mein Hobby und man muss schon sagen also der ganze Tag wird eigentlich entweder mit Forschung oder dann mit dem Start-up.

00:03:56: oder ich habe auch noch einen Verein gegründet den Nordverbund Nieresafese Kidney mit renommiertesten Forschern aus dem nördlichen Bereich hier in Deutschland.

00:04:07: Also es ist immer irgendwas, fünfzehn Stunden am Tag Wochenende aber das macht mir nichts aus, das macht mich Freude meistens Freude und wenn ich sehe kann was bewegen dann ist das natürlich eine volle Belohnung.

00:04:21: Jetzt haben wir ja schon eine gute Tradition in Greifswald den World Kidney Day der da immer mit prominenten Forschern mit interessanten Themen, mit großer Beteiligung und großen Interesse verfolgt wird.

00:04:34: Was steht dieses Jahr auf der Agenda?

00:04:37: Ja also da man ja noch keine wirklich heilenden Medikamente für achtzig Prozent der Nierenerkrankungen hat spielt jetzt nun die Prävention eine extrem wichtige Rolle.

00:04:52: es sind einige Pharmafirmen weltweit dabei wirklich hoch potente Medikamente zu entwickeln, das könnte durchaus in den nächsten Jahren noch mal ein Gamechanger sein.

00:05:05: Aber aktuell haben wir sehr wenig anzubieten gerade für Erkrankungen die auf diese Zelle zurückgehen.

00:05:11: man hat die Steroide und ich glaube die meisten wissen dass Stereoide extreme Nebenwirkungen haben und von dem hier ist natürlich logisch Man sollte versuchen eine nieren schwere chronische Niererkrankung zu bekommen damit man dann im Prinzip später vielleicht behandeln kann, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lassen.

00:05:33: Deswegen Prävention und bei der Niere ist eigentlich relativ einfach.

00:05:37: wir haben ein nicht-invasives Mittel wo wir untersuchen können nämlich den Urin und ich stelle mir immer wieder als Nichtmedizinerin die Frage warum nutzt man das nicht?

00:05:47: Man kann so einfach bestimmen ob Bevölkerung hier in

00:05:52: M.V.,

00:05:52: in Deutschland, bereits auf dem Weg in eine chronische Niederkrankung ist aber man nutzt es nicht.

00:05:59: und deswegen bin ich jetzt auch im sehr engen Austausch mit unserer Gesundheitsministerin Frau Stefanie Dreese und wir wollen gucken dass wir vielleicht hier doch so eine Präventionsstudie starten um dann schon mal in der gesunden Bevölkerung herauszufischen, wer hat nämlich schon einen kleinen Nierenschaden?

00:06:23: Weil man muss wissen, Nierenerkrankungen sind komplett schmerzfrei.

00:06:27: Also diese, die dann die chronischen Nierenerkrankungen werden und man erkennt sie erst dann wenn das Kind eigentlich im Brunnen gefallen ist also zu spät.

00:06:37: Wie steht es um das Wissen?

00:06:40: Gerade wenn man zum Thema Prävention in Aktion tritt davon ab, wie viel Wissen ist schon beim Patienten?

00:06:48: Beim Versicherten?

00:06:49: Beim Bürger vorhanden.

00:06:51: Wie nehmen Sie das wahr?

00:06:52: Ist das überhaupt im Bewusstsein der Gesundheitskompetenz des Gesundheitskompatents Spektrums schon angekommen?

00:07:01: Also ich vermute, nein.

00:07:04: Meistens sind die Leute sehr überrascht wie hoch eben die Prävalenz also die Anzahl der Nierenerkrankten ist wenn man betrachtet.

00:07:12: weltweit sind wir mittlerweile und wir steigen weiter an bei elf Prozent.

00:07:16: in Mecklenburg-Vorpormann hat eine ältere Studie ergeben zwischen siebzehnundzwanzig Prozent.

00:07:23: das sind aber Studien die sind schon vor einigen Jahren getätigt worden Und der Fokus so in der Gesundheitswirtschaft oder auch bei Krankenkassen, bei der Bevölkerung und bei der Politik war immer auf Gehirn.

00:07:35: Zum Beispiel Alzheimer's, Demenz, Herzerkrankungen, Krebspunkt.

00:07:40: Und die Niere ist wirklich neben Runder gefallen muss man so sagen.

00:07:44: ich bin jetzt äußerst glücklich das letztes Jahr die WHO gesagt hat Stopp, wir müssen gucken.

00:07:51: Auch den Fokus auf Prävalenz bei Nierenerkrankungen legen weil die Sterblichkeitsrate steigt, prognostiziert bis Jahre zwei Tausend Vierzig dass wir an der Stufe vier sind.

00:08:03: jetzt sind wir sieben.

00:08:05: vor ein paar Jahren waren wir acht.

00:08:07: also es heißt da wird was auf uns zukommen und die meisten wissen das gar nicht.

00:08:14: Wie frühzeitig sollte Intervention Erfolgen.

00:08:18: Wie frühzeitig sollte Prävention ansetzen?

00:08:21: Das eine ist die Urin-Untersuchung, die dann bestimmte Werte zeigt oder nicht zeigt.

00:08:28: Was ist aus Ihrer Perspektive der richtige Ansatz um dafür auch die nötige Awareness zu schaffen?

00:08:36: Ja also Sie haben da einen wichtigen Punkt angesprochen.

00:08:39: wenn man jetzt im Urin sieht das sind Proteine die eigentlich nicht reingehören Dann ist das ein Alarmsignal.

00:08:45: Da muss man gucken, wie viel es ist und dann muss man sich die Personen genauer angucken.

00:08:50: Hat sie zum Beispiel Diabetes mellitus?

00:08:53: Das ist eine häufige Ursache, dass später auch Nierenerkrankungen entsteht.

00:08:58: Hat Sie vielleicht falsche Medikamente genommen gerade bei Personen, die älter sind?

00:09:03: wir müssen ja auch überlegen Wir haben eine alternde Gesellschaft.

00:09:07: Wir wollen nicht alle mit Achtzig an der Dialyse hängen also von dem hier da muss auch was getan werden.

00:09:12: Viele Leute haben Bluthochdruck und da kann der Arzt, der Hausarzt eben schon unten die Hausärztin ansetzen und sagen okay wir achten ein bisschen mehr auf den Blutdruck.

00:09:23: Wir achten mehr auf denn dass der Diabetes gut eingestellt ist.

00:09:27: es sind so einfache Dinge mit denen man schon so viel bewirken kann.

00:09:32: Jetzt hatten wir vorhin die Pempmethode schon mal erwähnt.

00:09:38: Können Sie die Pemptmethode für Leinen verständlich erklären?

00:09:41: Und auch wie die LED Lichtmikroskopie genau funktioniert und warum sie der klassischen Elektronen-Mikroskopie beispielsweise überlegen ist?

00:09:51: Ja, also ich versuche es ganz einfach.

00:09:54: Ich hatte ja erwähnt diese Füßchenzellen, diese Protozütten spielen die Masterrolle in sehr vielen ihren Erkrankungen Und die hat ... Die Zelle hat den Namen Füßenzellen weil sie ganz kleine Ausläufe haben und die formen einen wie so ein Filter.

00:10:11: Und wenn die Füßchen klein und fein sind, dann ist der Filter intakt.

00:10:16: Das heißt, die Niere filtriert ganz normal wie sie soll.

00:10:20: Nun Veränderungen dieser kleinen Ausläufer, dieser Füßenverbreiterung nennen wir das für dazu dass auf einmal der Filter nicht mehr die kleinen Proteine auch zurückhält und nun eine Nierenerkrankung erfolgt.

00:10:35: Diese Füßchen sind allerdings so klein, dass zum Beispiel der Pathologe oder der Nefrologe sich die nicht mit einem normalen Mikroskop anschauen kann.

00:10:45: Also angenommen sie sind jetzt Nierenkrank und es wird eine Biopsy entnommen.

00:10:49: das ist also ein kleines Gewebstückchen aus der Niere Es wird aufgearbeitet Und dann muss man ja herausfinden Ist denn wirklich diese Füßenzelle betroffen?

00:10:59: In der Vergangenheit Sie haben es erwähnt war die Elektronen-Mikroscopie der Goldstandarde Aber die Elektronenmikroskopie ist tierisch aufwändig.

00:11:08: Sie brauchen alleine präparativ zehn bis vierzehn Tage, bis sie eine Aussage darüber treffen können ob eben etwas verändert ist oder nicht.

00:11:17: Noch dazu nimmt man so viel von der Biopsie wie wenn sie ihr Haar ein tausendmal spalten würden.

00:11:25: also sie haben ganz kleine Mengen.

00:11:27: Und das Wichtigste noch dabei ist, es ist rein subjektiv.

00:11:31: Sie brauchen einen Profi an diesem Elektronen-Mikroskop der viel Erfahrung hat oder sie viel Erfahrung und sagen kann da stimmt was nicht.

00:11:40: So wie schon erwähnt in meinem Labor haben wir ein Verfahren entwickelt.

00:11:47: Das ist die PEMP Technologie Und die kann nun mit einem ganz besonderen, wir nennen es Super-Resolution-Mikroskop nun in drei D quantitativ und sehr schnell.

00:12:02: In großen Bereichen desanieren Biopsy Messungen vornehmen und sagen, die Niere ist verändert oder eben nicht.

00:12:13: Welche konkreten Vorteile bietet Ihre Methode den Patientinnen und Patienten?

00:12:19: Also wenn Sie zum Arzt gehen und eine Blutprobe entnommen bekommen, dann erwarten sie das später auf den Analysenzettel Werte sehen.

00:12:30: Und ich habe mir mal so ein Biopsie-Statement oder mehrfach von Pathologen und Pathologien angeguckt in der Stande Es könnte sein es sieht danach aus sehr wahrscheinlich und das ist keine moderne Medizin.

00:12:44: Wenn wir es nicht besser können, dann machen wir das so.

00:12:47: Aber wir können es besser und nun kann auf dem Diagnostik-Zettel nun ein Wert stehen.

00:12:55: Und wenn später nochmal eine Biopsie entnommen wird zum Beispiel bei Transplantationen da macht man auch Follow up Biopsien, kann man die Werte untereinander vergleichen.

00:13:05: Wir bei dieser Nippuka GmbH haben das jetzt alle so perfektioniert dass wir alle Biopsiemessungen in der ganzen Welt miteinander vergleichen können.

00:13:16: Und das ist, glaube ich – das nennt man Personalisierte Medizin und das auf dem neuesten Stand.

00:13:24: Sie haben jetzt schon den Blickwinkel über die Landesgrenze und darüber hinaus eröffnet.

00:13:30: Sie pflegen gute Kontakte zur University of Texas zu Professor Reiser, der auch zum World Kidney Day vor zwei Jahren in Greifswald anwesend war und in einem beeindruckenden Imagefilm die University Medical Branch vorgestellt hat.

00:13:50: Welche Erfolge oder Fallbeispiele gibt es, die auch auf diese Partnerschaft beispielsweise zurückzuführen sind?

00:13:59: Ja also an der sogenannten abgekürzt UTMB sind wir gerade am etablieren dieser Methode.

00:14:07: Professor Reiser ist ein Visionär und die Amerikaner sind da auch viel offener für moderne neue Technologien.

00:14:15: Man spürt die Faszination, die spürtt man hier auch manchmal in Deutschland aber dann kommt immer gleich im Nebensatz Aber.

00:14:23: Da kommen die Probleme.

00:14:25: Und Herr Prof.

00:14:27: Reiser mit dem ich schon seit, ich glaube dreißig Jahren eng verbunden bin hat gesagt, lass uns bei mir in Texas die modernste Pathologie aufbauen.

00:14:40: Und ich war natürlich begeistert und habe gesagt, ich komme!

00:14:43: Tatsächlich haben wir jetzt das Mikroskop dort installiert.

00:14:47: Wir haben dort,

00:14:48: d.h.,

00:14:48: die Initiative UTMB Nippoka – da gibt es auch einen Präsidenten dazu, der das Ganze dort betreibt, weil ich kann ja nicht immer hingehen.

00:15:02: Und wir haben jetzt die ersten Biopsien analysiert.

00:15:05: Ich habe sie auch letztes Jahr auf dem größten Weltkongress der Nephrologen und Nierenforscher vorgestellt in Houston, und wir sind jetzt gerade dabei mit noch einer größeren Pathologie in Houston selbst nun weitere Biopsie zu analysieren um dann eine Zulassung auch zu bekommen.

00:15:28: über die FDA wäre extrem gut, damit dann dieses Verfahren wirklich absolut sicher in die Diagnostik überall in Amerika eingebunden werden kann.

00:15:40: Und wenn wir die FDA-Zulassung haben, dann wollen wir zurück nach Europa und gucken dass wir auch hier eine EMA Zulassung bekommen.

00:15:49: aber Sie sehen wir machen eher die Rolle rückwärts weil wir uns da mehr von Versprechen.

00:15:53: da Amerika der Offenheit

00:15:57: wird Prävention auch eine Rolle spielen.

00:16:00: Prävention ist auch in Texas, in den USA ganz oben angesiedelt und es ist so die Frage.

00:16:06: Es gibt ja sogenannte Blue Zones wo Menschen Bereiche Landschaften die besonders gesunden Menschen hat und da will man herausfinden woran liegt das?

00:16:19: Und das wird auch eine der Themen sein, die Herr Professor Reise eben vorstellen wird.

00:16:25: Andererseits hat er auch sein Spektrum neben der Nähe erweitert, viele Menschen wissen das gar nicht dass Nierenpatienten häufig auch Probleme wie Demenz bekommen, Konzentrationsschwächen oder Schlimmeres und das soll auch erweitern werden dort in Texas, dass man da über die Nähe auch die anderen Organe mit einbindet.

00:16:50: ja Nipoka als Uniausgründung, welche Herausforderungen gab es hier beim Übergang aus dem Labor in den Markt?

00:16:58: Ich denke da an Patente und Förderungen wie exist zum Beispiel.

00:17:03: Wie fühlt sich das hier an wenn sie den Schritt in den Markt wagen?

00:17:08: ja dass eine sehr gute Frage.

00:17:11: ich muss sagen Es war doch ein beschwerlicher Weg gewesen muss man ganz oft.

00:17:15: nun ehrlich sagen Ich als Forscher bin ja völlig unerfahren, wie ich so was mache.

00:17:21: Und ohne meinen Sohn der ja im Studium ja doch Erfahrung mit Business Administration also Business Verwaltung hat hätte ich das so nicht geschafft.

00:17:31: Ich bin auf einer Delegationsreise ja gewesen mit ihnen zusammen in Irland und jetzt auch in Litauen und eben in Texas Und das hat mich schwer beeindruckt.

00:17:44: Da steht immer jemand an der Seite der Forscher und Forscherinnen, um zu begleiten und die Expertise einzubringen.

00:17:53: Ich muss sagen, Tim und ich sind da einfach so ... Wir probieren es mal.

00:18:00: Wenn's da nicht weitergeht, probieren wirs dort.

00:18:03: Diese Gelder zu bekommen ist, die man braucht, um ein sehr teures Mikroskop auch zu kaufen war alles nicht einfach und man musste natürlich auch gucken.

00:18:14: Man hat jetzt große Auslagen, die Einnahmen sind ja am Anfang immer noch reduziert.

00:18:21: Das ist alles nicht einfach.

00:18:22: und auch, wie Sie sagen mit den Patenten muss man natürlich so dicht haben dass wenn dann mal ein interessantes Verfahren an dem Markt kommt.

00:18:30: Dann kommen natürlich auch gerne andere und gucken ob sie da vielleicht das Patent irgendwie übernehmen können.

00:18:36: also das war eine große Herausforderung ich würde es aber jederzeit wieder machen.

00:18:43: Ich erinnere mich gut an den Besuch in Dublin und das sind ja Hubs ganz interprofessionell zusammengearbeitet wird.

00:18:52: Sie haben die Forscher, sie haben aber auch wirklich das ganze Wirtschafts-Nohau, das zusammengefasst an einem Platz was ganz eng verzahnt miteinander agiert und natürlich auch mit Blick auf Fördermittel, Fördermittelgewinnung von europäischer Ebene sehr professionell voranschreitet.

00:19:10: Was wünschen Sie sich wenn Sie so um sich herum schauen hier aus unserem Bundesland heraus noch An nächsten Schritten.

00:19:20: Genau, das ist nämlich was Sie angesprochen haben genau das Problem.

00:19:24: also wenn ich jetzt einen und wir haben aktuell wieder mehrere Patentanmeldungen an der Uni Medizin Kreisverhalt Wenn ich das jetzt irgendwie auf den Markt bringen möchte muss Ich gut vernetzt sein.

00:19:36: wen soll ich fragen?

00:19:37: wie soll ich Das machen?

00:19:38: Und dass war halt in Irland so wirklich faszinierend.

00:19:42: und auch in Litauen Das sind gleich Leute da, die sagen hier kenn ich die und die große Firma dann baue ich mal die Brücke.

00:19:50: Ich muss wirklich an der Tür von den CEO's klopfen und nachfragen haben sie offenbar Interesse?

00:19:57: das ist ein wirklich sehr ineffizienter Weg und da wäre ich begeistert wenn wir Gelder auch von der Landesregierung bekommen könnten wo man das stärker ausbaut Und die UMG, also die Unimedizin Kreiswald versucht das auch gerade und etwas auszubauen.

00:20:18: Aber das Geld ist knapp!

00:20:20: Gerade wenn man noch mal Patente ein bisschen fokussiert und schärfen möchte – man hat ja einen gewissen Zeitraum wo man das noch tun kann – dann kostet das natürlich Geld.

00:20:30: Patentanwälte und je besser sie sind desto mehr kosten sie.

00:20:35: Ich muss es mal so trivial sagen, eiern wir an drei, vier, fünf tausend Euro rum.

00:20:41: Und das dürfte nicht sein!

00:20:43: Wir haben hier keine Bodenschätze, wir haben sonstiges nicht... Wir haben aber Wissen und auch das Potenzial zur Translation.

00:20:55: Das müssen wir tatsächlich unterstützen

00:20:59: meiner Meinung nach.

00:21:01: Wie planen die Poker?

00:21:02: Die Ausweitung?

00:21:04: Die nächsten Schritte mit Blick auf den US-Markt, den europäischen Markt oder den Binnenmarkt.

00:21:10: Was sind da Ihre Ziele?

00:21:16: Also mein Herzenswunsch war ja immer die Diagnostik.

00:21:20: das für den Patienten zum Wohle der Patienten in die Diagnostik zu bringen, das ist in meinem Sinne auch noch ganz wichtig besonders vor dem Hintergrund was ich schon erwähnt habe.

00:21:31: In den nächsten Jahren wird es Medikamente auf dem Markt geben aber man muss dazu wirklich genau wissen was für eine Subkategorie der Nierenerkrankungen wir haben.

00:21:42: sonst probieren wir einfach nur aus.

00:21:44: dann kriegt ein Patient Medikament A, wirkt das nicht?

00:21:47: Dann kriegt er B und wirkt dass nicht?

00:21:49: Kriegt er C so ist so aktueller Status Wir würden personalisiert machen.

00:21:54: Der Patient genau, der braucht das und das Medikament.

00:21:57: Und dazu brauchen wir eine wirklich hervorragende Diagnostik.

00:22:01: Das heißt da wir uns jetzt eben in Amerika sozusagen dort stärker einbringen und mit der FDL-Zulassung wollen wir erstmal da den Fokus drauflegen.

00:22:14: aber wir bekommen auch weltweit von großen renommierten Pharmafirmen oder Nefrologien immer noch Biopsin, die wir dann auswerten.

00:22:24: Und ich bin eine sehr engen Zusammenarbeit auch mit der Uni Medizin in Göttingen und mit dem Klinikum im Bremen mit den Pathologen und Nefrologen.

00:22:33: Das wäre natürlich super toll wenn wir auch hier in Deutschland dieses Verfahren tatsächlich anwenden würden.

00:22:40: Warum muss ich erst nach Amerika gehen und dann die Rolle rückwärts machen?

00:22:44: Und dann hier das vielleicht auch irgendwann implementieren dürfen, es wäre doch schön wenn man's parallel machen

00:22:50: kann.

00:22:50: Nun sind Nierner Krankungen wirklich die Nummer eins und auch wenn sie das jetzt schon ein wenig am Anklingen lassen was macht den Unterschied?

00:23:02: liegt er tatsächlich in der personalisierten Form der Therapie wenn die Früherkennung so stattfindet, wie Sie das beschrieben haben?

00:23:11: Naja also die Früherkennung sagt ja nur irgendwas ist nicht in Ordnung.

00:23:16: Was es dann genau ist muss man ja später finden und unsere Methode haben wir ursprünglich nicht in der Diagnostik gesehen weil uns waren die Regularien einfach zu gefährlich.

00:23:27: So für ein kleines Startup dass keine Ahnung hat.

00:23:30: wo soll's denn hingehen?

00:23:32: mit der Diagnostik haben wir gesagt wir fokussieren uns auf Forschung und Pharmafirmen.

00:23:38: Wenn die Pharma-Firmen ein Medikament entwickeln wollen, müssen sie das im Tierexperiment ausprobieren.

00:23:45: Und da ist dasselbe Problem.

00:23:48: Wenn Sie denieren der Mäuse oder Ratten entnehmen oder manchmal sind es auch kleine Schweinchen dann muss man ja Elektronenmikroskopie machen.

00:23:57: Ein Kollege hat mal gesagt also wenn ich das alles untersuchen wollen würde bräuchte ich zwanzig Jahre mit der Elektronemikroskopie nicht wirklich eine Methode gewesen.

00:24:08: Und so können wir natürlich jetzt auch die Pharmafirmen und die Nierenforscher und Forschenden generell supporten, mit dieser Technologie einfach schneller zu sein.

00:24:21: Zeit entscheidet?

00:24:22: Zeit entscheidet ja über Leben!

00:24:24: Was sind Ihre Top drei Tipps für Patientinnen und Patienten was die Nierengesundheit betrifft Wenn wir sie auf die nächsten fünf Jahre schauen, welche Durchbrüche erwarten Sie?

00:24:37: Also die Patienten und Patientinnen, die es schon gibt.

00:24:41: Die sollten... Ich weiß das ist schwer gerade wenn man schon Dialyserpflichtig ist aber trotzdem Forderungen stellen.

00:24:49: also mir sagt mal eine Patientin die mich angerufen hat Ich würde ja gerne mehr Außen sagen, wie schwierig das ist mit einer Dialyse.

00:24:59: Wie schwierig die Ungewissheit ist?

00:25:00: Was habe ich denn genau?

00:25:02: Ich möchte da gerne mehr darüber erfahren.

00:25:06: Die haben einfach keine Kraft nach viermal der Woche eine Dialyse sind die relativ müde und schlappe aber dennoch können wir nur was verändern, wenn vielleicht auch die Familienangehörigen sich dafür einsetzen und auch sagen.

00:25:22: Wir wollen hier mehr voranbringen.

00:25:26: Und was ich noch dazu sagen wollte mit der Dialyse, was mich als Nicht-Klinikerin extrem bewegt hat und auch sehr motiviert diesen Weg weiterzugehen ist.

00:25:36: Fünfzig Prozent der Patienten und Patientinnen an der Dialoise Altersunabhängig verstärben innerhalb von fünf Jahren Und das ist, denke ich doch mal für eine Gesellschaft wie unsere ein unhaltbarer Zustand.

00:25:54: Von dem her setze ich mich da ein.

00:25:57: und was ich mir wünsche ja tatsächlich dass das Verfahren in die Diagnostik kommt auch hier in Europa in Deutschland und wir haben noch einige potenzielle Medikamente jetzt im Labor identifiziert die durchaus vielleicht Potenzial haben könnten die man auch schneller einsetzen kann, weil sie bereits schon eine Zulassung haben für andere Erkrankungen.

00:26:20: Also nicht in ihren Erkränkungen und wenn man da finanziellen Support und professionellen Support von Leuten bekäme also das wäre natürlich sensationell

00:26:31: ist es dann auch möglich später in die Dialyse Phase zu kommen?

00:26:36: Genau!

00:26:37: Das ist ja meine Hoffnung dass Prävention was ich jetzt als ganz entscheidend empfinde dafür sorgen wird, dass wenn eine Dialyse kommt sie aber später kommt.

00:26:49: Und das wir dann eben von großen Pharmafirmen auch potenzielle Medikamente haben die zumindest einige dieser Subtypen, diese Nierenerkrankungen effektiv behandeln bzw vielleicht sogar heilen können.

00:27:06: Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrung welche Botschaft würden Sie an Betroffene?

00:27:10: An Politiker und an Forscher geben wollen?

00:27:14: Ich würde tatsächlich das so, wie die WHO das jetzt formuliert hat letztes Jahr.

00:27:19: Die stille

00:27:20: Epidemie

00:27:21: kommt!

00:27:22: Wir sind gehalten, was zu stoppen.

00:27:26: Was für ein Schlusswort?

00:27:28: Vielen Dank, Frau Prof.

00:27:29: Endlich.

00:27:30: Vielen Dank für ihren Besuch und vielen Dank für das spannende Gespräch und die Einblicke.

00:27:34: Vielen herzlichen Dank, dass ich kommen durfte.

00:27:37: Vielen dank fürs

00:27:38: Zuhören und bis

00:27:39: zum nächsten

00:27:40: Mal im Maschinenraum Gesundheit.

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