Die Zukunft der Patientenkleidung: Ein Gespräch mit Fanny Fatteicher

Shownotes

Fanny Fatteicher ist die Gründerin von Meditex und entwickelt funktionale und komfortable Kleidung für Patientinnen und Patienten. Die ehemalige Krankenschwester erzählt uns von ihrem Werdegang, den Herausforderungen als Gründerin und wie ihre Produkte zu mehr Wohlbefinden während medizinischer Behandlungen führen können. In dieser Folge erfahren Sie, welche Hürden sie dabei überwinden musste und wie ihre Ideen das Patientenerlebnis in der Gesundheitsversorgung verändern.

Transkript anzeigen

00:00:03: Willkommen im Maschinenraum Gesundheit, dem Podcast der TK Landesvertretungen.

00:00:09: Hier treffen wir Antreiberinnen und Pioniere, die sich für eine bessere Versorgung stark machen, die Grenzen verschieben und Fortschritt vorantreiben.

00:00:22: Herzlich willkommen im Maschinenraum Gesundheit.

00:00:26: Heute haben

00:00:26: wir Fanny

00:00:27: Fatteicher zu Gast und ich sage gleich, ich finde den Namen großartig.

00:00:32: Fanny Fatteicher ist die Gründerin der Firma Meditex.

00:00:36: Und sie ist nicht nur eine erfahrene Krankenschwester, sondern auch eine visionäre Unternehmerin.

00:00:44: Sie stellt funktionale Kleidung für Patientinnen und Patienten her, hat diese auch entwickelt, um deren Behandlung

00:00:52: angenehmer und komfortabler

00:00:54: zu machen.

00:00:55: Mittlerweile ist sie mehr als zehn Jahre am Markt und hat in den vergangenen Jahren in den vergangenen Jahren, in den vergangenen

00:00:59: Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen

00:01:01: Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, entwickelt, mit Patienten, mit ventrikulären Unterstützungssystemen.

00:01:12: Herzlich willkommen, Fanny Fatteicher.

00:01:15: Ja, vielen Dank.

00:01:16: Ich freue mich, dass ich heute da sein darf.

00:01:18: Und das war so ein tolles Intro.

00:01:20: Ich bin ganz begeistert und super gut zusammengefasst, würde ich sagen.

00:01:24: Da bin ich schon mal froh, dass ich da jetzt auch, was die Zeiten betrifft, gar nicht gepatzt habe, weil wir kennen uns tatsächlich seit zehn Jahren und hatten ja auch schon gemeinsame Showveranstaltung.

00:01:38: Ja, das ist richtig, war alles perfekt zusammengefasst und gesagt.

00:01:42: Was hat sie dazu inspiriert, als Krankenschwester zu arbeiten und schließlich dann aus diesem Beruf heraus, aus dieser Berufung heraus Meditext zu gründen?

00:01:52: Ja, das sind spannende Fragen auf jeden Fall.

00:01:55: Also, warum bin ich Krankenschwester geworden?

00:01:57: Das kann man immer gar nicht so genau sagen.

00:01:59: Was überlegt man sich mit sechzehn, siebzehn, was man für eine Ausbildung macht?

00:02:02: Ich habe irgendwann Praktikum gemacht.

00:02:05: Das war schon mit Patienten und fand das gut, so zusammenzuarbeiten und zu unterstützen, überhaupt mit Menschen zusammenzuarbeiten.

00:02:13: Und habe mich dann darauf eingelassen, eine Ausbildung zu machen.

00:02:15: Am Universitätsklinikum in Rostock habe ich gelernt und wusste, glaube ich, nicht so wirklich, worauf ich mich eingelassen habe, als ich das erste Mal so am Patientenwettstand, wo es einem auch wirklich schlecht ging.

00:02:27: Und man wächst ja mit seinen Aufgaben und den Herausforderungen und... Rückblickend, wenn ich manchmal so denke, was habe ich damals gemacht, als ich noch Krankenschweste war, denn bin ich schon stolz.

00:02:36: Das hat man in dem Moment gar nicht so begriffen, aber was man doch an den ein oder anderen Tagen geleistet hat.

00:02:43: Und ich ziehe auch noch den Hut vor dem Pflegepersonal, die heute tagtäglich am Pflegebett stehen und ihre Dienste dort machen.

00:02:50: Also ich weiß, was die leisten und ja, bin immer noch selber stolz darauf, dass ich da auch mal mitgewirkt habe in dem Moment.

00:02:59: Mein Ansehen war es immer, ich möchte Menschen so behandeln, wie ich selbst gerne behandelt werden möchte.

00:03:04: Und das war wahrscheinlich auch irgendwann die Motivation daraus.

00:03:08: Zudem war ich in einer Dialysereinrichtung tätig.

00:03:10: zu sagen, ich habe immer nicht den Zugriff so richtig zum Patienten, auf den Zugang, den der Patient hat, um ihn gut anzuschließen, sagt man in der Dialyser.

00:03:19: Also die kommen ja häufig in den ambulanten Bereichen mit Privaterkleidung.

00:03:23: Und dann steht man doch vor jedem Patient und sagt, wie kommen wir heute wieder an dem Zugang im Brustbereich, den ZVK oder dem SKT, heißt das der Dialyse.

00:03:32: Oder auch am Arm.

00:03:33: Die Patienten müssen sich häufig komplett entblößen.

00:03:35: Im ambulanten Bereich sind es gemischte Zimmer, wo die Intimitätsbewahrung dort auch eine große Rolle spielt.

00:03:42: Und dann habe ich das schon immer scherzenshafterweise gesagt zu den Patienten, wenn ich mal was erfinde, dann mache ich hier für sie Patientenbekleidung.

00:03:50: Einfach funktionale Kleidung, damit wir wissen, wie wir da heute überall gut rankommen und sich keiner komplett ausziehen muss.

00:03:55: Und irgendwann bin ich in einem Gespräch mit meinen Eltern dazu gewesen, kurz vor der Weihnachtszeit in der zweiten Elternzeit von mir.

00:04:02: Dann haben die einfach gesagt, ja, geh doch mal los und frag mal unseren Anwalt, ob man damit nicht was machen kann, ob man das schützen lassen kann und wie man sowas überhaupt angeht.

00:04:11: Und ja, so bin ich in die Gründung dann gestartet mit ziemlich viel Unwissen, was Nähen oder Konstruktionen oder sonst was angeht und habe mich dann da so Stück für Stück durchgebissen, wie kriege ich einen Schnittmuster hin, wo das nicht das produzieren, was möchte ich überhaupt für den Stoff haben, was braucht der Veranforderung, damit er auch in Kliniken zum Beispiel eingesetzt werden könnte, damit er chemisch-thermisch gewaschen werden kann.

00:04:35: Ja, und so sind die Indikationen dann immer mehr gewachsen, weil, ja, Gestartet in der Dialyse kam ganz schnell hinzu, dass es auch im onkologischen Bereich funktioniert, die Brustöffnung.

00:04:44: Wenn jemand ein Port hat und zur Chemotherapie gehen muss, spielt da eben eine Rolle.

00:04:49: Im Bauchbereich kam die Ernährungstherapie hinzu.

00:04:52: Und bis zum Ende, was Sie auch schon erwähnt haben, war ich dann im kardiologischen Bereich auch tätig, weil da müssen ja häufig Telemetriensakten transportiert werden.

00:05:00: Das heißt, eine Monitor-Ableitung, damit der Patient mobil auf Station ist.

00:05:04: Die werden um Hals getragen, die Monitor-Ableitung müssen immer wieder mal nachgeklebt werden, geguckt werden, ob die ordentlich dran sind.

00:05:11: Und habe ich gedacht, warum nicht gleich im Shirt transportieren?

00:05:15: Und über diesen Weg der Kardiologie bin ich dann in den VAD-Bereich, also Ventricular Assistivice, gekommen, dass wir halt Alternative Tragemöglichkeiten bieten, die den Patienten die Möglichkeit bieten, ihr... Herz, ihr Kunstherz in verschiedenen Vorrichtungen, wie zum Beispiel unseren Rucksäcken in der Weste oder in der Kleidung zu transportieren.

00:05:36: Das war jetzt einmal der Werdegang, ganz schnell zusammengefasst quasi.

00:05:39: Es ist total interessant.

00:05:41: Also was mich besonders begeistert ist, es ist ein erfüllter Berufsalltag als Krankenschwester, als Pfleger am Bett und das ist herausfordernd.

00:05:50: Und parallel dann noch, auch die Ideen zu entwickeln und nochmal genauer hinzuschauen, was braucht der Patient?

00:05:57: Das hilft ihm, was entspannt ihn auch in bestimmten Situationen, weil er sich eben um mögliche schambehaftete Situationen weniger Sorgen machen kann, sondern sich dann auch auf die Therapie eher einlassen kann.

00:06:11: Und das finde ich hoch spannend.

00:06:13: Gerade auch, weil ja im Prinzip ein komplettes Studium für Textilingenieurwesen dahinter steckt.

00:06:20: Welche Materialien darf ich nehmen?

00:06:22: Wie muss es geschnitten sein?

00:06:25: Was?

00:06:25: Hilft, was ist funktional?

00:06:28: Wie haben Sie diese Herausforderung bewältigt?

00:06:30: Haben Sie da noch mal nachgelegt?

00:06:33: Nee, ich habe mir eigentlich immer dann die nötigen Leute gesucht, die mich da unterstützen.

00:06:37: Eine Schnittmacherin, zuerst aus Rostock.

00:06:39: Jetzt habe ich eine Näherei für die Kleidung, hauptsächlich in Erzgebirge, also im Sachsenland.

00:06:44: Die haben ja dann wieder eine eigene Schnittmacherin.

00:06:47: Meistens habe ich die Ideen und sagt, da muss es hin.

00:06:50: Da brauche ich was, was aufgeht.

00:06:51: Da muss eine Tasche hin.

00:06:53: Das muss gehalten werden.

00:06:54: Und dann habe ich jemanden, der das umsetzt.

00:06:57: Ich habe mich aber auch, würde ich sagen, in diesen Prozessen immer weiterentwickelt.

00:07:01: Rucksäcke und Westen kommen jetzt aus Rostock zum Beispiel.

00:07:04: Und da habe ich schon immer meine Ideen, was ich noch mehr dran haben möchte oder wo es noch was fehlt.

00:07:10: Ich nehme ganz viel aus dem Austausch mit, ob Austausch mit Pflegepersonal oder mit Patienten.

00:07:16: Geht zu vielen Patienten treffen hin, um einfach auch mitzubekommen, was bewegt die Leute, weil es gibt nicht das eine Produkt, wenn wir jetzt im VRD Bereich gucken.

00:07:24: was für alle funktioniert.

00:07:26: Der eine möchte damit im Garten arbeiten, der Rucksack darf nicht vorne überfallen, der andere will Fahrrad fahren oder ich kriege Bilder aus dem Schiolaug, was ich immer ganz verrückt finde, wenn die das auf dem Rücken tragen.

00:07:36: Und Männer und Frauen unterscheiden sich, wie der.

00:07:38: für Männer kann ich ein Gürtel machen, da kann eine Frau nicht mit auf Toilette gehen und so eine Sache.

00:07:42: Das beleuchtet man immer mehr, indem man im Austausch geht.

00:07:46: Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht dazu neige, für jeden die Person eine Lösung zu finden, dass wir immer gucken müssen, was... passt von dem vorhandenen Sortiment quasi schon.

00:07:55: Und weil sie schon das Pflegepersonal so angesprochen haben, ich glaube so aus meiner Erfahrung jetzt, und ich blicke jetzt auch einfach mal so mit Schulterklopfen rückwärts, das macht man ja mehr selten, sind Krankenschwestern und auch Pfleger das schnell beschließendste, ohne, wie sagt man, so Entscheidungstreffende.

00:08:13: Klientär, was man so haben kann.

00:08:15: Ich hab das im Freundeskreis, wenn bei uns mal auf einer Urlaubsreise was schief geht, ich hab zack eine Lösung.

00:08:19: Und das, glaub ich, ist aus dem Berufsalltag entstanden.

00:08:22: Wenn ich in der Notaufnahme war und da noch gearbeitet hab und es standen drei Notärzte da, der musste ich mich schnell entscheiden.

00:08:28: Ich musste entscheiden, welchen Patienten behandel ich zuerst, welcher geht in Schockraum, mit welchen muss ich ins MRT, wie mache ich jetzt schnell die Anmeldung über ein Computer, dass es losgeht und nebenbei noch schnell ein bisschen Blut abnehmen.

00:08:38: Also, man hat immer ganz schnell und rational handeln müssen und ich glaub, So ist das auch irgendwann entstanden, dass ich gesagt habe, ich möchte da jetzt aktiv werden und auch eine Lösung finden, weil man ist in der Pflege, ist man Lösungsfinder.

00:08:53: Das tut so gut, das zu hören, weil ich erlebe in meinem Alltag häufig perfektionierte Beschreibungen von Problemen bis in die siehnte Ebene, in die achte Ebene.

00:09:05: Und dann dricht es manchmal ab.

00:09:08: Und das, was wir uns ja auch für unsere Versicherten wünschen, ist, Lösungen auf den Ebenen zu schaffen, die Nutzenstiften.

00:09:16: Und beim Nutzenstiften bin ich natürlich jetzt gerade mal mit Blick auf den Patienten innehaltend.

00:09:23: Und welche Rückmeldung erreichen Sie?

00:09:26: Vor allem auch welche Altersgruppen?

00:09:28: Das sind ja ganz unterschiedliche Schnittgrößen und Schnittmuster und offener Funktionalität.

00:09:34: Ja, vielleicht erst mal, was erreichen Sie für Rückmeldung von Ihren Patienten?

00:09:39: Also ich betrachte jetzt mal wieder das VAD Sortiment, weil da sind wir gerade am stärksten vertreten und arbeiten dort auch schon mit Kosten übernehmen.

00:09:48: Und ich kriege manchmal einen Röntgenbild geschickt, wo die Herzpumpe drauf ist und wenn wird runtergeschrieben, lässt sich alles super tragen.

00:09:55: Ich kriege Bilder aus dem Stiholaub.

00:09:57: Es gab bis dato keine weitere Lösung.

00:09:59: Wir sind die einzige Lösung am Markt, die eine Alternative zu der Hersteller-Tasche bieten.

00:10:04: Die Hersteller-Tasche sieht aus wie eine Handtasche oder Laptop-Tasche.

00:10:07: wo alles drin ist.

00:10:08: Man trägt es immer auf einer Schulter quer über die Seite.

00:10:11: Und es gibt mittlerweile das VOD-System.

00:10:14: Ich glaube, die längsten Träger sind jetzt so zwischen zwölf, dreizehn Jahren am System.

00:10:18: Es ist ja eine Bursch-Situation zur Herztransplantation.

00:10:22: Und da wir ja in Deutschland nun mal die Widerspruchslösung nicht haben, haben wir ein Organmangel und die Leute warten lange auf ein neues Organ.

00:10:31: Und dadurch sind die auch sehr lange am System und die müssen sie nun mal tagtäglich tragen.

00:10:35: Sie können es nicht ablegen.

00:10:37: Und daher habe ich eine sehr gute positive Rückmeldung.

00:10:40: Also ist auch für mich der schönste Austausch gewesen.

00:10:42: Ich bin deutschlandweit aktiv.

00:10:44: Jede Ambulanz hat mich mit offenen Armen in meinen Anfängen empfangen und hat gesagt schön, dass du endlich da bist.

00:10:50: Wir suchen schon lange eine Lösung.

00:10:52: Und das hat mich auch bestärkt in meinem Handeln.

00:10:55: Und welche Altersgruppen?

00:10:57: Ich habe auch wirklich schon Kinder gehabt.

00:10:58: Da haben wir den Rucksack noch ein bisschen kleiner gemacht.

00:11:00: Da habe ich noch eine rosa Blume vorne raufnehmen lassen und noch rosa.

00:11:05: Anhänger für den Reißverschluss.

00:11:08: Die häufigsten Patienten oder eine große Gruppe sind Männer sind sowieso mehr vertreten im Herzbereich und

00:11:16: Sportler.

00:11:18: Was ich bis da, du wirklich nicht so ernst genommen habt, wirklich mit dem Schnupfen nicht joggen zu gehen.

00:11:23: Und es ist auch bei mir zu Hause manchmal eine Diskussion, dass ich meinen Mann sage, du gehst nicht zum Fußball, du bist erkältet, ach hier so ein bisschen.

00:11:29: Und da habe ich jetzt wirklich durch den Patienten-Treffen so viele Menschen gesehen, die wirklich gesagt haben, ich habe es nicht geglaubt, ich habe Profi-Handballe, alles schon gesagt.

00:11:37: Ich gehe zum Sport, ich schwitze das aus, es ist ja bussenleichter Schnupfen.

00:11:41: Und dann kommt die Herzmuskelentzündung, dann kommt die Herzinsuffizienz, ist die Leistung nicht mehr da, bis es gar nicht mehr geht.

00:11:48: Die andere Gruppe sind dann wirklich auch Herzinfarkte, die sich dann so verschleppt haben, dass die Herzinsuffizienz so massiv wurde, aber doch wirklich auch junge Menschen mit dem Sport.

00:11:57: Nicht gewartet nach einer Erkrankung.

00:12:00: Ja, da ist schon meine nächste Frage ein bisschen mitbeantwortet.

00:12:05: Wie hat sich Verhalten und wie hat sich möglicherweise auch ein Therapieverlauf dadurch verändert, dass man andere Möglichkeiten hat, auch sich mit seinen Hilfsmitteln dann zu befassen und sie auch anders zu tragen?

00:12:22: Also wenn ich direkt auf Stationen bin und die Patienten, also wenn ich das erste Mal in der Klinik bin und wir gehen noch auf eine Station und holen uns ein Beispiel Patienten raus und wir ziehen ihnen das erste Mal an, wenn die noch wirklich frisch implantiert sind, dann haben die ihre Telemetrie, was ich eingangs schon gesagt habe, am Hals hängen, die haben vielleicht noch ein Blasenkarteter, die haben eine große Brustkopf-OP hinter sich, die werden meistens komplett am Torachs.

00:12:44: Geöffnet sind sowieso dann ein bisschen eingefallen, haben noch ihre Umhängetasche vom VHD-System und ihren Rollator, weil sie sind es in der Frühmobilisation.

00:12:52: Und je mehr man ihnen schon abnehmen kann und gerade durch unseren Tragen auf dem Rücken, das Gewicht auf dem Rücken verteilen, kommen die schon in eine Aufrichtung, sind sie das erste Teil los.

00:13:01: Sie können es auch nicht aufwenden, wenn sie die Tasche auf dem Rollator liegen, nicht vergessen mitzunehmen.

00:13:04: Sie müssen sich ja auch erst mal anfreunden, die geben dieser Tasche auf den Namen und sagen, ich muss ja meine Lissy, habe ich zum Beispiel eine Patientin noch mitnehmen.

00:13:14: Und wenn wir das noch kombinieren würden, zum Beispiel mit unserem Cardiologie-Shirt, was wir eigentlich auch im Sortiment haben, dann können wir auch die Telemetrie und alles noch mit in der Kleidung verstauen.

00:13:23: Und man hat noch weniger vorne rumwampseln, sag ich jetzt mal.

00:13:26: Und das Cardiologie-Shirt, was kann das?

00:13:29: Das hat die Tasche eben am Bauch, was von innen Schlitz hat, wo wir die Telemetrie drin verstauen können.

00:13:35: Und im Brustbereich die Öffnung, wenn zum Beispiel noch eine Infusionstherapie stattfinden muss, aber auch einfach um die Monitorerbleitung.

00:13:41: wieder anzubringen, dass man es dort runterklappen kann und nicht alles nach oben ziehen muss.

00:13:47: Sie haben in Zweizwanzig Hardback und Hardcase und Hardcade Tracking für ihre Patienten mit den ventrikulieren Unterstützungssystemen entwickelt.

00:13:59: Was waren da für Sie die größten Herausforderungen auf dem Weg dorthin?

00:14:04: Das Hardback ist ja so unser Einstiegsrucksack gewesen.

00:14:07: Das habe ich damals mit dem Klinikum Karlsburg mal so entwickelt.

00:14:10: Dann haben wir da aber auch, glaube ich, nur ein, zwei Patienten mit versorgt und dann ist er eigentlich so in der Schublade so ein bisschen versunken.

00:14:16: Und ich habe gar nicht gedacht, dass diese Gruppe nochmal eine Rolle spielen könnte.

00:14:19: Dann war ich in der MAH Hannover und bin dort an Professor Schmitto geraten.

00:14:25: Ich habe dann ganz schnell gesehen, dass er ziemlich viele Fotos in seinem Büro hängen hat, wo er irgendwelche Scheiß oder sonst was

00:14:32: hat.

00:14:33: Und er hat mich erstmal dazu gebracht und hat gesagt, dass das eine ganz kleine Kundengruppe ist.

00:14:38: Aber eben auch sehr weit verbreitet, wie der weltweit, und die einfach keine gute Alternative haben.

00:14:44: Und hat sich dann das Hardback angeguckt und hat gesagt, ja, ist ja ganz gut, aber ich finde, das geht noch besser.

00:14:49: Also mich auch so ein bisschen rausgefordert.

00:14:51: Dann habe ich das erste Mal mitgenommen, bin wieder nach Osthock zu meiner Rucksacknäherei gegangen und habe gesagt, wie können wir das noch anessen?

00:14:57: Umwässendlich braucht er Einzeltaschen drin und so was, weil das Hardback war nur eine Umverpackung für die Hersteller-Tasche.

00:15:03: Und so ist es dann immer mehr gesteigert worden und eben durch den Austausch.

00:15:06: Denn gab es erst nur das Hardkeys, was wirklich?

00:15:09: so habe ich den ganzen Input vom Herzkongress damals mitgenommen.

00:15:14: Was wünschen sich die Leute, was brauche es und wie muss das im Alltag eingesetzt werden?

00:15:19: Und so ist dann die Steigerung noch aufs Hardcase-Tracking gekommen, weil wir gesagt haben, die brauchen immer ihre eigenen Wasserflaschen.

00:15:25: Im besten Fall sind sie auch alleine irgendwann unterwegs, weil sie müssen ihr Zusatz-Equipment immer mitnehmen.

00:15:30: Das heißt doppelte Steuernheit, doppelte Akkus.

00:15:32: Das kriegen meistens die Frauen in die Handtasche.

00:15:35: Aber das Ansehen ist ja immer danach so bestmöglich, eigenständig zu sein wie möglich und so schnell wie möglich, wieder mobil zu sein.

00:15:42: Und so ist dann die Steigerung noch mal entstanden.

00:15:47: auch der Weg zu mehr Selbstständigkeit, wenn man mit diesen Dingen lernen muss, umzugehen.

00:15:52: Ja, als Patient ist es viel, viel mehr Freiheit und Selbstständigkeit, die ich damit auch erlange.

00:16:00: So würde ich das für mich übersetzen.

00:16:02: Genau.

00:16:03: Es ist ja auch eine Sorge, wenn man weiß, man trägt sein Herz in der Tasche quasi.

00:16:06: Wenn die Pumpe jetzt ausfällt, dann habe ich ein Problem.

00:16:09: Als ich das erste Mal Kontakt mit den Patienten hatte und ich komme aus dem medizinischen Bereich, da war ich auch immer ein bisschen aufgeregt.

00:16:15: Legen Sie das mal bitte hier vor dem Tisch ab.

00:16:17: Wir machen das ganz vorsichtig.

00:16:19: Heute weiß ich schon, wie ich mein Handling habe, um das auszubehören mit den Produkten.

00:16:22: Aber die Anfänge waren dort auch immer sehr aufregend.

00:16:27: Meditex hat sich ja zu einem führenden Anbieter in dieser Branche entwickelt.

00:16:33: Und was denken Sie, wenn Sie es für sich persönlich beurteilen, was waren die Schlüsselaspekte, die Schlüsselfaktoren für diesen Erfolg?

00:16:45: So richtig kann ich das manchmal gar nicht benennen.

00:16:47: Beim VAD-Bereich war es wirklich so, dass ich dort dann ja relativ schnell den guten Kontakt zu der VAD-Koordination in den einzelnen Häuser hatte.

00:16:56: Die haben eine gute Ambulanz, die haben auf das Produkt gewartet.

00:16:59: Das Vergleichsprodukt ist verhältnismäßig teuer.

00:17:02: Wir kommen selbst mit der deutschen Produktion oft unter den Ihren Preisen, sodass wir da mit Einzelfallentscheidungen ziemlich gut schon vorankommen, wünschen uns da aber auch noch die Hilfsmittelzulassung, die wir... vorbereiten, um da so ein bisschen schnellere Genehmigungsverfahren anzuschieben.

00:17:21: Und für den Klinikbereich habe ich leider den Schlüssel noch nicht gefunden.

00:17:25: Also wir haben jetzt einen größeren Auftrag für eine Klinikgruppe quasi und wünschen uns da eigentlich noch mehr Sensibilität und den Patientenkomfort, wieder mehr im Vorhergrund zu stellen, wie ich es in den Spezialbereichen zu sagen, da habe ich Patienten, die überwiegend einen zentralen Wenenzugang haben, zum Beispiel in der Onkologie.

00:17:43: oder eben im Kleinsektor, im Kinderbereich, in der Kinderonkologie, dass man sagt, da haben wir es ja noch mit einer Untermarke versehen, mit dem Medimax, das auch kindlicher aufzuarbeiten, zu sagen, wir füttern den jetzt mal, dass die Sonde eben diskrete ausgeleitet wird und auch bestimmte Haltemechanismen hat.

00:18:01: Also so für diese Sondergruppen würde ich mir das in den Klinikbereich noch wünschen.

00:18:07: Welche Vision haben Sie für die Zukunft von Meditex?

00:18:11: Und gleichzeitig?

00:18:14: betrifft das ja auch die Visionen für Versorgung in Midland-Vorpommern und darüber hinaus.

00:18:19: Ein bisschen haben wir jetzt, oder was heißt ein bisschen?

00:18:22: Ich habe herausgehört, die Kliniken könnten sich da noch Kooperative aufstellen.

00:18:28: Vielleicht wissen auch viele gar nichts von den Angeboten.

00:18:31: Und was braucht es aus Ihrer Sicht an Innovatoren, an Kommunikation, an Miteinander,

00:18:40: um

00:18:41: Ihrer Vision da auch zu entsprechen?

00:18:44: Also

00:18:44: ein bisschen habe ich es ja eben schon erwähnt, also wirklich die Spezialeinrichtung wirklich damit auszustatten, wäre so meine größte Vision, da auch viel mehr Aufklärungsarbeit noch zu leisten und zu sagen, für die Patienten ist es relevant und dass wir da auch die Menschen noch besser abholen können.

00:19:01: Wir sind noch relativ klein und haben das schon im großen Stil versucht, uns dann wieder ein bisschen eingeschmädelt, was die Akquise angeht und gesagt, okay, wir können nicht alles bedienen gleichzeitig, wir fangen erst mal wieder mit den VAD-Leuten an.

00:19:14: Und sind da jetzt ja auch noch nicht vollkommen abgeschlossen.

00:19:17: sozusagen, dass wir sagen, die Höchstmittelzulassung und so was steht da noch an.

00:19:21: Das wäre so meine Vision in dem Bereich und ansonsten halt, dass die Kliniken sich öffnen dafür.

00:19:27: Die meisten Kliniken sind privatisiert, wird immer mehr als Unternehmen gesehen und dass auch wirklich der Patient mal wieder mehr im Mittelpunkt steht.

00:19:34: Sicherlich muss die am Ende die Klinik schwarze Zahlen schreiben, aber mal gucken, wo werden die Einsparungen gemacht?

00:19:40: und doch wieder mehr für den Patienten zu tun.

00:19:44: würde ich dort mal gut finden.

00:19:47: Da haben Sie mich voll auf Ihrer Seite, weil wir denken, Versorgung auch vom Patienten, vom Versicherten aus.

00:19:55: Und es ist ja nicht ganz unkompliziert, durchs deutsche Gesundheitswesen hin durchzufinden, beziehungsweise erst bei den Richtigenzugang zu finden und dann auch die richtigen Überleitungen für die entsprechende Diagnostik und Therapie zu bekommen.

00:20:08: Und ich wünsche mir das auch, auch bei der Krankenhausplanung zum Beispiel.

00:20:13: Insgesamt Krankenhaus und Bedarfsplanung.

00:20:17: Guckt euch doch mal den Weg des Versicherten des Patienten durchs Gesundheitswesen an und dann würden sich vielleicht viele Dinge auch schon leichter gestalten lassen.

00:20:28: Also

00:20:29: haben Sie mich

00:20:30: total abgeholt bei dem Thema.

00:20:32: Dankeschön.

00:20:34: Ja.

00:20:35: Das ist natürlich jetzt auch eine zehnjährige Erfahrung, über die wir hier gerade sprechen.

00:20:41: Und wenn Sie so aus der Perspektive heute einmal zurückschauen, was würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern raten aus Ihrer Erfahrung?

00:20:50: Was sind so Dinge, wo Sie sagen, die möchte ich unbedingt auf den Weg geben?

00:20:57: Wir hatten das eben schon so ein bisschen nach diesen Problemen suchen und Lösungen finden.

00:21:02: Also, wenn man eine gute Lösung parat hat, soll man da auch unbedingt dran festhalten, weil ich finde, Probleme werden gerade immer viel mehr thematisiert, als mal zu sagen, das haben wir geschafft.

00:21:13: Das wäre jetzt mal der richtige Weg.

00:21:15: Und einfach dran glauben, festhalten an der Idee.

00:21:18: Ich habe auch wirklich viele Hoch- und Tiefs durchlebt.

00:21:21: Das kann ich jetzt rückblickend sagen.

00:21:23: In den Momenten, wo es einen trifft, ist man ja immer ein bisschen... mehr Down dann in dem Moment, aber wirklich dran zu glauben und einfach mal machen.

00:21:33: Einfach mal machen.

00:21:35: Zum Schluss gibt es etwas, vielleicht was sie unseren Zuhörern auf den Weg geben möchten.

00:21:42: Einfach mal machen ist eigentlich schon der perfekte Ansatz.

00:21:47: Gibt es darüber hinaus noch etwas, wo sie sagen, das sind bestimmte Werte, das sind bestimmte Überzeugungen und die haben mich da durchgetragen.

00:21:56: Auch Faktoren, die sie gestärkt haben, ganz persönlich oder Ressourcen, auf die sie zugreifen können, wo sie sagen, das gebe ich gerne mal mit auf den Weg so insgesamt.

00:22:06: Na, da würde ich, glaube ich so, an die gesamte Menschheit appellieren, gar nicht nur immer an Patienten oder so, sondern wirklich zu sagen, wir müssen uns wieder mehr öffnen für den Gegenüber und nicht immer alles so negativ sehen, sondern auch mal Verständnis für den Gegenüber haben, also sowohl die Pflegekraft oder auch der Patient.

00:22:25: Einfach mal wieder mehr miteinander zu sein.

00:22:27: Ich habe so das Gefühl, die ganze Gesellschaft sucht nur nach Problemen und ist gar nicht mehr bereit, auch offen Verständnis zu zeigen für den anderen.

00:22:38: Mehr Achtsamkeit, mehr Rücksichtnahme und mehr Verständnis.

00:22:41: Ja, genau.

00:22:43: Ja, Frau Varteica, vielen, vielen Dank.

00:22:46: Das war eine inspirierende, weiß ich gar nicht, halbe Stunde.

00:22:51: Die Zeit ist vergangen wie im Flug.

00:22:54: Ich bin sehr dankbar, dass wir im Stelldurchlauf mal einen Blick auf die letzten zehn Jahre werfen konnten.

00:23:00: Und ich habe die Modenschau zum Tika-Jahresempfang damals immer noch in ganz, ganz wacher Erinnerung.

00:23:07: Das hat sich mit allen Emotionen wunderbar eingespeichert.

00:23:13: Und vielleicht haben wir die Möglichkeit, sowas noch mal zu wiederholen.

00:23:16: Vielleicht in einer anderen Art, aber das noch mal zu wiederholen.

00:23:19: Vielen, vielen Dank für Ihre Zeit, die Sie uns heute geopfert haben.

00:23:24: Ja, ich danke Ihnen auch vielmals für die Einladung und freue mich auch, bei so einem Format hier mal mitzumachen und auch mal einen kleinen Einblick zu geben, macht man ja meistens viel zu selten.

00:23:33: Es war eine schöne Erfahrung, vielen Dank.

00:23:35: Vielen Dank.

00:23:38: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal im Maschinenraum Gesundheit.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.