Mirantus-Augenmobile: Neue Wege in der Gesundheitsversorgung
Shownotes
Ein innovatives Versorgungsmodell verändert den Zugang zur Augengesundheit an Orten, wo Termine in Praxen schwer verfügbar und Wartezeiten lang sind. Im Gespräch mit Pressereferentin Katrin Lindner erläutert Mirantus-Gründer Dr. Claus Gruber, wie mit Hilfe des Mirantus-Augenmobils augenärztliche Untersuchungen bei lokal ansässigen Augenoptikerinnen und Augenoptikern durchgeführt werden können. Was hat dieses Versorgungsmodell inspiriert? Wie genau funktioniert es? Und wer kann es nutzen? Antworten gibt es in dieser Folge aus Sachsen.
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00:00:03: Willkommen im Maschinenraum Gesundheit, dem Podcast der TK Landesvertretungen.
00:00:09: Hier treffen wir Antreiberinnen und Pioniere, die sich für eine bessere Versorgung stark machen, die Grenzen verschieben und Fortschritt vorantreiben.
00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge im Maschinenraum Gesundheit.
00:00:26: Ich bin Katrin Lindner, ich bin Pressereferentin der Technikerkrankkasse in Sachsen.
00:00:31: Heute spreche ich mit einem echten Pionier der modernen Gesundheitsversorgung.
00:00:36: Dr.
00:00:36: Klaus Gruber, Gründer von Mirantus.
00:00:40: Mit seinem Unternehmen bringt er die Augenuntersuchung dorthin, wo sie gebraucht wird, in Regionen, wo es einen Mangel an Augenärzten gibt.
00:00:49: Die TK in Sachsen hat mit Mirantus einen Vertrag über ein zweijähriges Pilotprojekt geschlossen, was neue Wege in der Früherkennung und Versorgung von Augenerkrankungen eröffnet.
00:01:01: Ja, und ich freue mich, dass ich heute bei Ihnen sein darf, Herr Dr.
00:01:04: Gruber.
00:01:05: Ja, erst mal vielen Dank für den Besuch, Frau Lindner.
00:01:07: Ich freue mich sehr, dass ich hier sein darf und vielleicht kurz zwei, drei Worte zu mir.
00:01:11: Ich bin Ars und Gründer von Mirantus.
00:01:14: Ich habe an sich Medizin erst mal an der LMU in München studiert und war dann zuletzt am Morphids Eihospital, eine Augenklinik in London, tätig für ein Wissenschaftlich zu den verschiedenen neuen Versorgungsformen, die es da gibt in der Augenherkunde, speziell mit dem Fokus auf Telemedizin und Digitalisierung in der Augenherkunde.
00:01:34: Und da springen wir eigentlich schon gleich ins Thema rein.
00:01:36: In Großbritannien ist das Gesundheitssystem ein bisschen anders aufgebaut.
00:01:40: Da ist der Optiker und der Optometrist deutlich stärker in der augengesundheitlichen Versorgung mit involviert und im Rahmen dessen konnte ich da dieses Modell genauer kennenlernen.
00:01:51: Und es ist ganz interessant, dass eben die Basisversorgung eigentlich vor allem noch Optiker und Optometristen abgedeckt wird und der Augenarzt dann ins Spiel kommt, wenn was auffällig ist von diesen... Optikern oder Optometrist, den gefunden wurde.
00:02:04: Und da haben wir uns verschiedene Projekte angeschaut, wie kann man eigentlich die Telemedizin einsetzen, um diese Kommunikation zwischen Optikern und Augenärzten zu verbessern.
00:02:13: Und das war so letztendlich dann auch der ausstattgebende Punkt, warum wir da Mirantus gegründet haben, aber wir besprechen euch sicherlich noch dazu, was wir genau machen.
00:02:20: Und da kommen wir erst mal her.
00:02:22: Und diese spannenden Erfahrungen, die Sie aus Ihrem Aussatz aufenthalt gesammelt haben.
00:02:28: Die haben sie ja dann übertragen und haben ja dann gedacht, könnte man ja in Deutschland auch anwenden.
00:02:34: Da ist ja auch einiges noch verbesserungswürdig.
00:02:36: Also wir wissen ja gerade und das beinhaltet ja das Projekt über, was wir gleich sprechen, wie die Versorgung in manchen Regionen aussieht in Sachsen, was Augenärzte betrifft.
00:02:49: Also da gibt es keine Termine.
00:02:52: Man muss sehr, sehr lange warten.
00:02:54: Manche Menschen bekommen überhaupt keinen Termin.
00:02:58: Und wenn ein neuer Augenarzt öffnet, dann gibt es Bilder.
00:03:01: Da denkt man, das ist eine Demonstration auf einer Straße.
00:03:04: Und da stehen die nur an, weil dort sie irgendwie einen Termin beim Augenarzt haben wollen.
00:03:09: Also es sind richtig, sag ich jetzt mal, trostlose Zustände manchmal.
00:03:14: Und da haben sie ja eine Idee gehabt.
00:03:18: Erzählen Sie mal darüber.
00:03:19: Ja, also wie Sie es beschreiben, so haben wir das auch empfunden.
00:03:22: Also wir sehen sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern, ist natürlich die demografische Entwicklung ganz klar.
00:03:28: Es gibt zunehmend ältere, mehr ältere Menschen, damit auch zunehmend mehr altersbelingte Erkrankungen.
00:03:34: Und das führt natürlich auch auf der anderen Seite dazu, dass das natürlich auch die Ärzteschaft ja auch ein gewissermaßen älter wird.
00:03:41: Und wir sehen gerade in Augenheckhunde in Deutschland, die die Zahlen, dass ca.
00:03:46: dreißig Prozent aktuell schon sechzig Jahre oder älter sind.
00:03:49: knapp sechzig Prozent sind fünfzig Jahre oder älter.
00:03:52: Und dementsprechend wird sich über die nächsten fünf bis zehn Jahren da doch die Entwicklung einfach abzeichnen, dass viele in hohe Stand gehen und diese Kapazität insgesamt gegenüber dieser Entwicklung, dass natürlich die Patientenzahlen steigen werden, nicht mehr ganz schritt halten kann.
00:04:06: Und da sehen wir jetzt die ersten Ansätze natürlich oder die ersten Auswirkungen gerade auf dem Land und gerade in Bundesländern wie eben in Sachsen schon sehr prekär.
00:04:16: Die TIK hat ja auch schon vor Einigen Jahren, im Jahr two-ten-achtzehn, meine Studie auch gemacht, hinsichtlich Neupatientenaufnahme stoppt in verschiedenen Fachrichtungen.
00:04:24: Und da war die Augenheilkunde leider mit Anführer dieser Liste.
00:04:29: Das hat jeder zweite befragte Augenarzt damals angegeben hat, dass er keine neun Prozent mehr aufnehmen kann.
00:04:35: Und ich denke, diese Entwicklungen ... zeigen schon, dass eben die Notwendigkeit für neue Versorgungsformen eben da gegeben sind.
00:04:42: und zur Frage, was machen wir, also was ist das Konzept hinter mir?
00:04:47: Wir sehen, dass es einen großen Mehrwert gibt, wenn man andere Gesundheitsberufe mit einbezieht, der in die Versorgung.
00:04:54: Und ähnlich im Beispiel, wie es in England schon Usus ist, sehen wir großes Potenzial darin, Augenoptiker und Optometristen, mitten der standardisierten Untersuchung mit einzubinden.
00:05:05: Und dann eben Ärzte mit einzubinden für die Auswertung dieser Daten.
00:05:09: Weil diese Expertise, die wird ja über eine jahrelange Studium und dann auch noch Facharztausbildung aufgebaut.
00:05:16: Und die Schwierigkeit ist natürlich, die dann dort hinzubringen in die einzelnen kleinen Ortschaften, in die Regionen, wo es eben vielleicht keinen Arzt mehr gibt, der sich dort niederlassen will.
00:05:26: Und da ist die Telemedizin eben eine Form, wie man die Versorgungsqualität bzw.
00:05:31: die ärztliche Expertise trotzdem dahin bringen kann, wo sie vielleicht aktuell nicht vorhanden sein kann und wo sie vielleicht zunehmend auch weniger vorhanden sein kann.
00:05:39: Und das ist das Konzept.
00:05:40: Das heißt also vor Ort Untersuchung durch ein Optiker-Loktometristen und dann eben die Fernauswertung dieser Daten durch einen Augenarzt.
00:05:50: Und ganz wichtig ist dann natürlich dabei, dass die Menschen einen relativ einfachen und niederschwelligen Zugang haben.
00:05:58: Und deswegen gibt es zwei Modelle, wie wir das Ganze machen.
00:06:00: Wir haben an sich ja erstmal eine Software-Plattform entwickelt, die diese Daten-Transferleistung übernehmen kann, dass die eben datenschutzkonform übertragen werden kann.
00:06:11: Und das wird von zwei Gruppen sozusagen angewendet.
00:06:14: Einerseits die Augenmobile, die wir betreiben.
00:06:17: Das heißt also, mobile Optik-Optometristen, die tatsächlich bei uns bei Mirantus auch angestellt sind.
00:06:23: und dort eben in die ganz kleinen unterversorgten Regionen fahren und dann eben die Untersuchung anbieten.
00:06:28: Und auf der anderen Seite aber auch das Einbinden von lokal ansässigen Optikern, die schon vor Ort sind und eben unser Software nutzen, um eben dann eben weitergelagert die Auswältungen einzuholen.
00:06:38: Wir beschreiben das mal ganz kurz.
00:06:39: Also es ist so, dass Sie mit so einem kleinen Auto, also wirklich ein Mobil, fahren Sie dann in die Ortschaften?
00:06:47: Richtig.
00:06:47: Ja, genau.
00:06:48: Und stehen dann auf dem Marktplatz.
00:06:51: oder wie funktioniert das?
00:06:53: Ja, also an sich sind es mobile.
00:06:56: Man stellt sich meistens vor, man geht so in das Mobil rein.
00:06:59: Also so ist es tatsächlich dann nicht.
00:07:01: Wir transportieren praktisch die Gerätschaften in unseren Vans und die sind so Schaumstoff gelagert und haben relativ viel Zeit und Mührenge.
00:07:10: So Flightboxes kennt man vielleicht aus der Veranstaltungstechnik, nutzen, um dort eben die verschiedenen Gerätschaften zu transportieren, sicher zu transportieren, dass sie eben keine Schäden bekommen auf der Autobahn, sozusagen, wenn man es von A nach B fährt.
00:07:23: Und wir nutzen dann eben die kommunalen Räumlichkeiten, die vorhanden sind, sehr oft in der Zusammenarbeit mit den lokalen Bürgermeistern, die uns dann eben Räumlichkeiten dort zur Verfügung stellen oder wo wir diese Räume eben anmieten.
00:07:34: Und dann entsprechend rauben wir vor Ort.
00:07:37: im Prinzip so eine mobile Untersuchungseinheit auf.
00:07:40: Und da können wir dann Seetest machen, die Aufnahme von vorderen Augenabschiff, vom hinteren Augenabschiff.
00:07:46: Also im Prinzip so ein relativ standardisiertes Untersuchungsprogramm, das dann eben in der jeweiligen Räumlichkeit zur Art pop-up-mäßiger stattfinden kann.
00:07:56: Und der Gedanke wiederum kommt eben aus dem englischen Kontext, weil eines der Projekte, was ich dort kennenlernen durfte, war das sogenannte Diagnostik Hub-Modell.
00:08:06: Das heißt also ein... Diagnostische Hub, wenn man so will, unter anderem zum Beispiel Norden-Londons aufgebaut in einem Shopping-Zentrum.
00:08:12: Das ist eigentlich ganz paradox.
00:08:14: Neben einem Starbucks und einem Einkaufsladen wurde da ein ehemaliges Schulladen umfunktioniert.
00:08:20: Und das Besondere ist, es ist eine Augenklinik im Prinzip ohne Augenarzt.
00:08:25: Also die Klinik oder dieser Schulladen wurde so umfunktioniert, dass es eine Patientenstraße gibt und die Patienten kommen dort rein, durchwandern in eine dreiviertel Stunde im Prinzip alle Untersuchungsschritte und gehen dann nach Hause, sehen aber kein Augenarzt.
00:08:38: Das heißt also vor Ort, wenn die von im Prinzip Augenoptikern oder auf Thermic Technicians untersucht, das heißt, vor Ort findet ein Visostadt, eine Augeninnendruckmessung, man schaut mit der Spaltslampe auf den vorderen Augenabschnitt, man schaut mit der Funduskammer auf den hinteren Augenabschnitt, man macht vielleicht noch eine Gesichtsfeldmessung und das Spannende ist, dass innerhalb von sieben Tagen dann ein Augenarzt eben aus der Klinik drauf schaut und dann eben entsprechend einen Bericht übermittelt.
00:09:04: Und das funktioniert recht gut, vor allem auch für chronische Patienten wird es dort eingesetzt.
00:09:09: Da ist also Patienten, die regelmäßig zum Arzt gehen sollen, einfach zu Kontrolle.
00:09:14: Und für diese natürlich total schwierig, in Regionen außerhalb von uns, wo es nicht so viele Augenärzte gibt, da jemanden zu finden, der sie regelmäßig anschaut.
00:09:21: Und da kommt dieses Konzept sehr gut an und wird wahnsinnig gut wahrgenommen, ist auch wissenschaftlich evaluiert worden.
00:09:28: Und die Ergebnisse zeigen, dass das einfach ein tolles Modell ist, wie man sehr niederschwellig.
00:09:33: eine Versorgung anbieten kann, ohne dass physischerseits wirklich ein Arzt vorhanden sein muss und zeigt eben, dass auch eine qualitativ hochwertige Augenuntersuche auch außerhalb einer typischen Praxis erfolgen kann.
00:09:44: Und das macht ja eine Gedanke, dass man das im Prinzip genauso in diesem Pop-Up-Setting umsetzt und sagt, menschlich kriegen wir die Geräte möglichst nah zu den Menschen, die untersucht werden müssen.
00:09:54: Und das ist in diesem Rahmen eben zu dieser Möglichkeit.
00:09:57: Und wir nennen die Augenmobile, die wir da betreiben.
00:10:01: Und deswegen gesagt, der eine Ansatz und der andere ist eben mit lokalen Optik an ihm zu kooperieren, die ja schon vor Ort sind und die die Gerätschaften ja schon vor Ort haben.
00:10:10: Und der eine oder andere vielleicht noch aufrüsten muss, weil er bisher keine Funduskamera hatte, aber so.
00:10:15: bringen wir sozusagen die Untersuchung zu den Menschen.
00:10:18: Genau.
00:10:18: Und wenn Sie jetzt mit dem Augenmobil in diese Ortschaften fahren, dann nutzen Sie doch glaube ich irgendwie Gemeintesele oder so.
00:10:27: Ganz genau.
00:10:27: Und arbeiten immer mit den Bürgermeistern zusammen und die sind natürlich ganz froh, weil die auch erfreut sind, dass diese Versorgung dafür ihre Bürger realisiert wird.
00:10:38: Absolut.
00:10:39: Und da haben wir auch in den letzten Jahren, wir machen das jetzt seit drei Jahren, haben wir Wir haben wirklich tolle Partner da kennengelernt und Bürgermeister, die uns seit der Sekunde einsam da unterstützt haben gesagt, Mensch, das ist ein tolles Konzept.
00:10:53: Das freut uns, dass wir da vielleicht eine neue Versorgungsform zusammen aufbauen können.
00:10:56: Und das war toll, echt toll zu sehen, dass da alle so an einem Strang ziehen, weil das Problem schon von allen auch gesehen wird.
00:11:04: Das ist einfach schwierig, gerade für Menschen, gerade für ältere Menschen, die vielleicht auch vom öffentlichen Nahverkehr abhängig sind, aber gerade in den Unterfüßern und Regionen ist auch... dessen Problem in manchen Regionen sagst.
00:11:14: Es ist einfach schwierig, dass ich dann irgendwie in die nächstgelegene größere Stadt halt komme für eine Untersuchung.
00:11:20: Und gerade bei den Augen ist ja das Problem.
00:11:24: Viele Erkrankungen verlaufen eigentlich schleichen.
00:11:28: Der oft zu Beginn habe ich gar keine Symptome.
00:11:30: Ich habe keine Schmerzen unbedingt.
00:11:32: Und es ist eher so ein schleichender Progress.
00:11:34: Und das ist natürlich auch was, wo ich dann als Als Patient, der nicht unbedingt immer zum Augenarzt geht, weil ich denke, Mensch, eigentlich, ah, es passt schon noch.
00:11:44: Da verpass ich vielleicht dann aber die eigentlich empfohlenen Augen oder so, die eigentlich stattfinden sollen in regelmäßigen Abständen.
00:11:50: Also die Früherkennung, Sie wollten jetzt gerade sagen, wie richtig die Früherkennung ist, also dass man das nicht unterschätzen sollte, sondern dass man da wirklich viel Schaden absenden kann oder... wenn man halt diese Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt.
00:12:06: Ganz genau.
00:12:06: Also deswegen wird ja auch ab vierzig Jahren empfohlen, regelmäßig zu einer Augenuntersuchung zu gehen.
00:12:12: In anderen Ländern ist Screening noch etablierter als bei uns.
00:12:16: Und das ist natürlich einerseits die Möglichkeit da, die Menschen die Möglichkeit zu geben, möglichst einfach diese Untersuchungen zugänglich zu machen.
00:12:24: Und das Problem ist, aber wenn ich keine Schmerzen habe, wenn ich eigentlich gefühlt noch keine richtigen Beschwerden habe.
00:12:31: noch nicht an der Seekraft irgendwie eingeschränkt bin oder zumindest nicht das empfinden habe, dann ist natürlich die Bereitschaft, sich aufzumachen, zwei Stunden in die Bus zu nehmen, sich dann die Verbindung rauszusuchen, dafür ja auch zu zahlen.
00:12:44: Ich muss ja auch den Weg zum Arzt dann finanzieren.
00:12:48: Und das ist natürlich ein hoher Aufwand für gefühlten, nicht so großen Vorteil, wenn ich eh keine Beschwerden habe.
00:12:55: Und das ist das Typische, dass eben diese Augenbeschwerden, die Augenerkrankungen oft eben nicht diese Beschwerden hervorrufen, die einem direkt so auffallen.
00:13:05: Und dementsprechend ist es die Möglichkeit, möglichst niederschwellig halt diese ganzen Untersuchungen wahrzunehmen, lädt natürlich die Menschen viel einfacher ein, das Ganze wahrzunehmen.
00:13:15: Darüber sprechen wir jetzt auch gleich mal, wie funktioniert denn das?
00:13:18: Also das Auchenmobil kommt jetzt in den Ort, in ein Monat, wird es da sein und dann gehe ich auf die Webseite.
00:13:26: Und das kann ich ja auch machen, nicht nur, wenn ich die Kaffersicher da bin, sondern alle Menschen werden untersucht.
00:13:32: Richtig.
00:13:33: Genau.
00:13:33: Und die zahlen einfach ihre sechzig Euro für die Vorsorge, Untersuchung.
00:13:39: Und dann wird alles untersucht, diese ganzen Dinge, die sie schon von erklärt haben.
00:13:44: Und wenn irgend ein auffälliger, also der wird das dann weggeschickt und wird von einem Facharzt ausgewertet.
00:13:50: Und ich bekomme spätestens nach dem dritten Tag eine Auswertung.
00:13:54: Genau.
00:13:55: Und wenn ein auffälliger Befund ist, dann wird mir empfohlen, dass ich dann zu einem entweder ...
00:14:02: ... auf der Arztoptika,
00:14:04: genau.
00:14:05: Also ich glaube, entweder per Telemedizin wird mir ein Termin vermittelt oder direkt auch direkt bei einem Arztfüßig, dass ich da hingehe und ein Termin bekomme.
00:14:15: Und das ist ja auch richtig toll, weil ich meine, es ist ja nicht nur dann diese ... Vorsorge, Untersuchung und dann stehe ich da, ich habe jetzt was, was mache ich jetzt damit?
00:14:25: Nein, es geht dann weiter und es wird im Prinzip bis zum Ende quasi, also nicht bis zum Ende der Behandlung, aber mir wird weiter
00:14:34: geholfen und ich bin nicht
00:14:36: nur mit meinen Ergebnissen, die mich irgendwie beunruhigen.
00:14:40: werde ich allein gelassen, sondern es geht weiter.
00:14:42: Ganz genau.
00:14:42: Also es gibt zwei Möglichkeiten für die Weiterversorgung und da ist das tolle Instrument ja die Videosprechstunde auf der einen Seite und andererseits natürlich ein physischer Besuch in der Praxis.
00:14:52: und diese zwei Möglichkeiten bestehen eben, dass ich auch in manchen Punkten oder Beschwerden vielleicht auch mir erst mal eine Videosprechstunde wahrnehmen kann mit einem Arzt, der mir vielleicht erstmal erklärt, was wurde gefunden und dann In dem Rahmen erst mal noch mal evaluiert, was sind die nächsten Schritte?
00:15:10: Oder eben dann die direkte Vorstellung?
00:15:12: Weil es ist eben möglich, genauso wie Sie sagen.
00:15:14: Genau, und die Menschen, wie ich das ja auch gehört habe, die machen das ja schon seit drei Jahren, es wird ja super angenommen.
00:15:21: Die Leute bezahlen gerne die neunundsechzig Euro.
00:15:24: und da weiß ich, dass sie doch auch mal gesagt haben, das haben sie auch am Anfang erklärt, ja in England wird das schon so... praktiziert und so, das ist dort in der Regelversorgung drin.
00:15:36: Und bei uns in Deutschland, das wäre ja auch eine Idee.
00:15:40: Also ich glaube, das ist ja der Punkt, den Sie gerade nochmal gemacht haben.
00:15:43: Also an sich ist es so, jeder kann natürlich bei uns zur Untersuchung kommen.
00:15:46: Also es ist nicht nur für TK versichert, denn wir freuen uns natürlich, wenn TK für sich darauf aufmerksam werden und wir da weiterhelfen können.
00:15:52: Aber prinzipiell ist das Angebot allen zugänglich und so haben wir auch gestartet und haben dementsprechend das als Selbstzahlerleistung angeboten.
00:16:01: Wir sehen, dass da die Nachfrage extrem hoch ist, aber unser Ziel ist, wie gesagt, das Ganze niederschwellig zu machen.
00:16:07: Und zur Niederschwelligkeit gehörtert auch am Ende des Tages, dass die Kosten möglichst nicht selbstgetragen werden müssen.
00:16:14: Und deswegen war für uns seit Anfang an, seit zwei Jahren waren wir jetzt mit der TKR im Gespräch auch, seit Anfang an war uns klar, wir würden natürlich alles dafür tun, dass man das in die Regelversorgung bekommt.
00:16:28: Da ist es uns natürlich ein riesen Meilenstand, diesen Selektivvertrag mit der TK abzuschließen und den TK-Versicherten dementsprechend hier diese Möglichkeit zu bieten, bis die Kosten erstartet werden.
00:16:39: Und wir wollen natürlich weiterhin darauf hinwirken, dass das Ganze natürlich auch anderen Versicherten zugänglich wird, aber es ist jetzt erstmal der erste Start, wenn die TK-Versicherten und dementsprechend freuen wir uns natürlich, dass wir jetzt im ersten Jahr nicht zusammenarbeiten können.
00:16:53: Ich weiß, Sie sind ja auch in anderen Bundesländern aktiv, nicht nur in Sachsen, aber in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt.
00:17:01: Wie viele Augenmobile fahren denn eigentlich jetzt rum von Mirantus?
00:17:04: Ja, wir sind aktuell mit fünf Autos unterwegs und das ist nicht wie Sie sagen in den Bundesländern in Sachsen, sondern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern.
00:17:14: Das ist so das Einzugsgebiet, in dem wir diese Möglichkeit eben schon bieten, weil wir gerade in diesen Regionen eben sehen, dass die Ersorgung an manchen Stellen einfach schwieriger zunehmendlich ist und dementsprechend sind wir da aktiv.
00:17:27: Also Sie sind jetzt quasi ja nicht alleine Mirantus, sondern Sie haben ja ein Team um sich und es gibt ja einige, die da was dazu beitragen, wie muss ich mir das vorstellen?
00:17:40: Ja, wir sitzen ja hier in Berlin mit unserem Team, unser Büro ist hier.
00:17:44: Und unser Team besteht natürlich nicht nur aus den Optikern-Optometristen, die vor Ort tatsächlich in den Augen mobil und aktiv sind, sondern wir haben eine ganze Mannschaft natürlich hier mit dabei.
00:17:54: Das sind einerseits natürlich Softwareentwickler, die unsere Plattform gebaut haben, die tag-ein-tag Aussicht darum kümmern, die Software auch konstant weiterzuentwickeln.
00:18:02: Dann haben wir natürlich auch ein Riesenteam, das sich darum kümmert, die Einsätze von den Augenmobilen zu planen.
00:18:07: Auf der einen Seite haben wir natürlich auf der anderen Seite auch die Kooperation mit lokalen Optikern zu planen und aufzusetzen.
00:18:13: Und nicht zuletzt natürlich auch großer Bestand, da ist natürlich auch Pressearbeit so, wie Sie es ja auch machen für die TK und natürlich ein Team, das sich mit dem Bürgermeistern auch konstant einen Austausch begibt und dementsprechend diese ganze Planung macht.
00:18:26: Und wir sind in Summe jetzt fünfundzwanzig Personen und sind sehr stolz auf unser Team, denn alleine Hätte es keiner von uns so geschafft, wie wir es jetzt, ja, wo wir jetzt stehen.
00:18:35: Und wie gesagt, wir freuen uns da jetzt auch in der Form, weiterzumachen und weiterzuwachsen.
00:18:39: Genau, fünf Augemobile gibt es.
00:18:42: Dann soll das jetzt vielleicht Deutschland weit ausgerollt werden?
00:18:46: Oder was sind so die Ideen?
00:18:48: Ja, also für uns ist natürlich ein Sky.
00:18:50: Wir wollen das ganze Flächendeck anbieten und wir wollen einerseits natürlich mit unseren Augemobilen weiter andere Regionen anschließen und anfahren am Ende.
00:19:00: Und natürlich auch die Kooperation mit lokalen Optikern stärken und mit lokalen Optikern noch besser zusammenarbeiten und die mit unserer Software befähigen, auch in dieser Versorgungsform mit Bestandteil zu werden davon und eben in dieser Form neue Versorgung zu leben.
00:19:15: Also, wir finden die Idee klasse und ich habe gehört, Sie haben auch für andere, heißen aus dem Ohrenarzt und so weiter, da haben Sie ja auch noch irgendwie Ideen.
00:19:24: und vielleicht, ja ...
00:19:25: Arbeiten wir da in anderer Form auch noch mal zusammen?
00:19:28: Ja, absolut.
00:19:29: Also das ist sicherlich auch noch ein weiterer Schritt, in andere Fachrichtungen zu gucken.
00:19:34: Was kann man da auch noch mal niederschwelliger Zugänge machen?
00:19:37: Das ist noch Zukunftsmusik, aber da sind wir natürlich auch dran, uns zu überlegen, wie kann man da neue Versorgungsformen leben und in die Wege leiten?
00:19:44: Und ja, vielleicht sitzen wir dann vielleicht in der Zukunft noch mal hier und sprechen nochmal über ein anderes Thema.
00:19:49: Auf jeden Fall vielen Dank für den Besuch.
00:19:51: Genau, ich bedanke mich auch.
00:19:53: Und ich freue mich, dass wir dieses schöne Thema heute hier besprochen
00:19:57: haben.
00:19:58: Vielen Dank, Frau Lindner.
00:19:59: Bis bald,
00:20:00: ciao.
00:20:03: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal im Maschinenraum Gesundheit.
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