Scrollen, Zocken, Lieben: Wie Medien den Alltag von Kindern prägen
Shownotes
Vom ersten Foto bis zum eigenen Smartphone: Kinder wachsen heute von Geburt an in einer digitalen Welt auf. Mit dem Medienpädagogen Markus Gerstmann sprechen wir darüber, wie sie die Chancen eines souveränen Umgangs mit der Medienwelt nutzen können und gleichzeitig vor Risiken wie übermäßiger Nutzung und Cybermobbing geschützt werden. Wir stellen das Präventionsprojekt „Stabil gegen Cybermobbing" und den zugehörigen Videowettbewerb in Bremer Schulen vor und diskutieren, welche Rolle KI heute schon in zwischenmenschlichen Beziehungen spielt. Das alles mit einem zentralen Leitgedanken: Medien so viel, wie sie guttun.
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00:00:03: Willkommen
00:00:04: im Maschinenraum Gesundheit, dem Podcast der TK Landesvertretungen.
00:00:09: Hier treffen wir Antreiberinnen und Pioniere,
00:00:11: die sich
00:00:12: für eine bessere Versorgung stark machen, die Grenzen verschieben und Fortschritt vorantreiben.
00:00:20: Herzlich willkommen im Maschinenraum Gesundheit.
00:00:23: Mein Name ist Philipp Schroeder.
00:00:24: Ich bin Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit in der TK Landesvertretung Bremen.
00:00:29: Und heute sprechen wir zum Thema Prävention und Mediennutzung.
00:00:34: Mit dem Medienpädagogen Markus Gerstmann.
00:00:36: Markus Gerstmann ist Medienpädagoge beim Servicebüro Jugendinformation und beschäftigt sich insbesondere mit den Schwerpunkten Social Media, Bewegbild, Herausforderungen wie Mediennutzungszeiten, Cybermobbing und jugendgefährdende Inhalte und ist Vorstandsmittel der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur.
00:00:57: Herzlich willkommen, Markus.
00:00:58: Schön, dass du
00:00:59: da bist.
00:01:00: Danke für die Einladung, Philipp.
00:01:03: Und vorweg vielleicht, wir als TK kooperieren auch mit dem Service-Beruhigung und Informationen.
00:01:09: Wir haben im Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr.
00:01:33: Mit Markus sprechen wir heute über viel mehr als das.
00:01:36: Wir sprechen über die Themen Mediennutzung allgemein.
00:01:39: Wir sprechen über das, was im Bereich der KI und der Kinder- und Jugendlichen abläuft.
00:01:46: Wir sprechen darüber, wie Prävention insbesondere in der Verknüpfung der Lebenswelt Schule und der digitalen Welt immer wichtiger wird.
00:01:57: Damit fangen wir an.
00:01:58: Markus, vielleicht eingangs die Frage, um den Trichter so ein bisschen zu öffnen.
00:02:04: Warum ist es denn einfach so wichtig, Kinder und Jugendliche in der Mediennutzung zu sensibilisieren und ihnen aber auch Unterstützung zu bieten im Umgang in der digitalen Welt?
00:02:15: Ja, die Bait ist digital.
00:02:16: Das heißt, Kinder und Jugendliche wachsen in einer digitalen Welt auf.
00:02:21: Man fragt mich immer, wann Kinder mit ... Digitalen Medien in Kontakt kommen und ich sage, das wird bei der Geburt sein, weil der Vater natürlich Fotos macht mit dem Kind und der Mutter oder vielleicht sich selber auch und das geht in die Welt hinaus, weil alle glücklich sind, das Kind ist da.
00:02:36: Damit ist das Kind digitalisiert und danach wird die Entwicklung weiter dokumentiert mit Fotosfilmen, die auch gerne verteilt werden und auch natürlich für eigene Erinnerung da sind.
00:02:46: Damit lernt das Kind, dass diese digitalen Medien eine Wichtigkeit haben, weil das Kind sieht einfach, wenn es dann mit einem innerhalb von zwei Jahren versteht, dass da ein Gerät auf sie halten wird und da ein Foto produziert wird, was man sich später angucken kann.
00:02:59: Damit wissen sie, dass es die digitale Welt gibt und damit müssen wir mit ihnen umgehen und lernen, wann ist richtig das Gerät zu benutzen und wann ist es falsch?
00:03:09: Also quasi Mediennutzung, Digitales selbst von Geburt an.
00:03:13: Ich glaube, ich hatte neulich... In Artike gelesen, dass in den USA, vierzig Prozent der Kinder mit zwei Jahren schon Zugang zum Tablet haben, also wirklich im jüngsten Alter, wirklich von Anfang an bis zum Jugendalter, wo dann vielleicht erstmals die... eine Art von Reflexion stattfinden kann oder vielleicht sogar schon ab der Grundschule.
00:03:38: Was sind so deine Erfahrungen?
00:03:40: Wo wird wirklich erstmals angeknüpft?
00:03:44: Wo fängst du an, die Kinder und Jugendlichen weit erstmals zu erreichen?
00:03:48: Oder wo ist der erste Anknüpfungspunkt für dich als Medienpädagoge?
00:03:52: Also es liegt an einer Stelle, weil ich für Jugendliche zuständig bin, sind wir sozusagen auf zehn Jahre zuständig.
00:03:59: Wir wissen aber auch natürlich, dass es in den Kindergärten natürlich auch iPads gibt, um Sachen und zu machen, die produktiv sind.
00:04:08: Also ich kann Hörquiz machen, also dass ich einfach Aufnahmen mache mit dem iPad durch den Kindergartenlaufer, die Kaffeemaschine laufen lassen, den Ton aufnehmen, die Klospülung, die Türe und dann können die Kinder raten.
00:04:22: Geräusche das sind.
00:04:23: Ich könnte jetzt im Herbst die Blätter fotografieren und Bäume und so eine Memorie damit gestalten.
00:04:29: Also es geht eben produktiv.
00:04:31: sehr früh kann das losgehen und das ist einfach ein tolles Hilfsmittel mit dem wir ganz viel machen können.
00:04:37: Aber wir sind natürlich im Alter von zehn Jahren.
00:04:40: dann, wenn wir dann in die Schulen gerufen, weil es dann eben natürlich die Kinder ein eigenes Gerät haben, die Medien nutzten Zeiten größer werden, sie spielen, sie sind in solchen Medien unterwegs und verbringen dann immer mehr Zeit und dann ist natürlich immer so ein Rede, wie da von den Eltern oder Lehrkräften da.
00:04:57: Also ein ganz spannendes Alter, in dem Sinne im Übergang von einer Grundschule zu weiterführenden Schule, aber auch vor dem Ja, der Eintritt der meisten wahrscheinlich in die Pubertät oder in die Kernphase der Pubertät, wo wir wirklich nochmal ganz andere Herausforderungen dazukommen.
00:05:15: Auf uns als TK ist es ja ganz wichtig zu schauen, es wird ja immer so in der Prävention von den Lebenswelten gesprochen, also die Lebensweltschule, aber gleichzeitig ja immer enger verzahnt, auch mit der digitalen Welt, mit der digitalen Lebenswelt.
00:05:29: Ja, also ich bin da immer als außerschulischer Mensch.
00:05:31: Natürlich haben mich fasziniert von der außerschulischen Lebenswelt der Kinder.
00:05:36: Weil das ist natürlich eine Struktur.
00:05:37: Die Schule, die gesagt natürlich sehr eng ist und es auch eng sein muss, weil da natürlich Kurikolums da sind, die erfüllt werden müssten.
00:05:44: Aber gerade diese Kreativität in der Freizeit, was ich machen kann, wie ich mein Leben gestalten kann.
00:05:50: Und das parallel mit den Bedürfnissen.
00:05:51: Eine Aufruferität, wo man selbstständig werden will.
00:05:55: Man will sich von seinen Eltern trennen.
00:05:57: Die sind nicht mehr so wichtig ab zehn Jahre, sondern die eigenen Freunde sind viel, viel wichtiger.
00:06:02: Ich möchte gesehen werden von der Öffentlichkeit, weil ich jetzt endlich sage, hier bin ich und weiß, dass ich eine Wirkung auf andere Menschen habe.
00:06:10: Das kann man eben mit solchen Media so schön machen.
00:06:14: Alternativ eben, ich kann meine Abenteuer selber erleben, weil ich die vielleicht in der Stadt gar nicht mehr so ausleben kann, kein Platz für junge Menschen da ist.
00:06:22: Aber ich kann natürlich in einem Game dann natürlich Sachen spielen, die einfach spannend sind, wenn es vom Fußball bis Abenteuer oder eben kämpferische Auseinandersetzungen sind.
00:06:32: Und wo siehst du an der Stelle die größten Herausforderungen für die?
00:06:37: es sind ja junge Jugendliche, es sind ja im Prinzip noch... Kinder, also mit zehn, elf Jahren spricht man ja wahrscheinlich noch nicht unbedingt von Jugendlichen.
00:06:46: Also wo sie die großen Herausforderungen, aber vielleicht auch Chancen, die wir als Erwachsene vielleicht zuhäufig so ein bisschen verkennen.
00:06:54: Also ja, sie wollen sich mit der Lebenswelt auseinandersetzen, in die sie hier rein wachsen.
00:06:59: Und sie wollen eine Position finden, sie wollen es ausprobieren.
00:07:02: Das ist einfach gut, dass sie das machen.
00:07:04: Die Diskussion ist einfach natürlich jetzt überlegt, ob das verboten werden soll.
00:07:08: Aber sie kriegen es ja trotzdem mit über die Älter.
00:07:11: Über heimliche Sachen.
00:07:13: Wir gehen davon aus, wenn dann Social Media verboten wird, dann wird sehr viel über WhatsApp-Nacht geschickt.
00:07:18: Also die ganzen Videos, die man sich angucken kann.
00:07:21: YouTube ist immer noch da.
00:07:23: Ist das ein Social Media Tool?
00:07:25: Wird das verboten?
00:07:26: Oder nicht?
00:07:26: Ist auch eine spannende Frage.
00:07:28: Aber ich gehe davon aus, dass die Medienwelt einfach bunt weiter bleibt.
00:07:32: Und ich will, dass sie so waren, rehen, handeln, dass sie überlegen, warum mache ich was, geht es mir gut dabei.
00:07:41: Welchen Gewinn habe ich dafür?
00:07:42: Und was gibt es noch im Leben?
00:07:44: Also das ist mir immer wichtig, dass es nicht nur digitaler Lebenswelt ist, sondern es gibt auch noch ganz viele tolle Momente des Lebens, was man machen kann.
00:07:53: Mit draußen seien Leute treffen, Bewegungssachen machen, herzen Menschen treffen.
00:07:57: Also und das versuche ich immer mit solchen Beispielen dann zu machen.
00:08:00: Weil das will ich meinen Kindern natürlich auch vermitteln, dass das einfach Leben bedeutet.
00:08:04: Ja.
00:08:05: Also dass das Leben sich dann letztendlich nicht nur in der digitalen Welt abspielt, sondern dass auch die Lebenswelt in der Schule oder auch das private Leben manchmal vielleicht direkt vor einem abläuft und nicht hinter dem Bildschirm des Smartphones.
00:08:21: Also ich versuche immer den Kindern und Eltern weit zu reden.
00:08:25: Dass es die Frage abends ist, was war heute schön?
00:08:29: Ja.
00:08:30: Also das konnte ja auch, wenn man Terrorbeutig mit Depressionen arbeitet, dass wenn die Menschen nicht wissen, was eine schöne Sache im Lehr ist, aber das könnte ich mit Kindern auch so für jeden Abend zu sagen, was war heute schön?
00:08:42: Und daraus kann das ein Leschen sein, es kann eine gute Note sein, es kann bei mir was geglückt ist, es kann natürlich auch mal was Digitalen sein, aber diesen Wert des Lebens zu erkennen einfach, was war schön?
00:08:53: Und wenn dein Wettwirt, kann ich ein glücklicher, guter Mensch werden, weil ich dann sage, Ah, heute geht's mir nicht tut.
00:08:59: Was war denn gesterns schön?
00:09:00: Das mache ich nochmal.
00:09:02: Damit ist mir heute wieder besser geht.
00:09:03: Also ich stabilisiere mich damit.
00:09:05: Also arbeitest du auch wirklich damit den Kindern und Jugendlichen zu versuchen auch Strategien zu entwickeln oder eher auch nach dem Gefühl zu gehen oder ist das eine Mischung aus
00:09:18: Bayern?
00:09:19: Kompetenzen im digitalen Raum vermitteln, wie sie damit gut umgehen, was für Feilen da sind.
00:09:25: Aber ich will eben auch auf der pädagogischen Ebene sich stark werden lassen, dass sie ein gutes Gefühl für sich selber entwickeln.
00:09:32: Sie wissen, jetzt habe ich ein komisches Krummel im Bauch.
00:09:36: Da stimmt was nicht und darauf zu hören und dann was zu ändern.
00:09:38: Also diese sensivne Arbeit und eine achtsame Arbeit.
00:09:44: irritiert immer wieder Menschen, weil die Achtsamkeitsbewegung ja weit weg ist vom Computer, aber ich versuche das zu integrieren und gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen zu sprechen.
00:09:54: Was ist ein guter Tag?
00:09:56: Ja.
00:09:58: Wie kann ich im Tag gestalten, dass es mir gut geht?
00:10:00: Also mit den Ausgleichprogrammen.
00:10:02: Wenn ich im Computer war, brauche ich vielleicht ein bisschen Bewegung.
00:10:05: Und wenn ich ganz viel bewegt bin und ganz viel Sport gemacht habe, dann ist es gut, mir auch mal ganz gut mich einfach so versetzen und Medien zu konsumieren, weil mein Körper sich herholen muss.
00:10:14: Also da muss es immer im Ausgleich sein.
00:10:17: Also wirklich eine Balance, aber auch eine Stärkung wahrscheinlich der Ressourcen der Kinder und Jugendliche an der Stelle.
00:10:24: Und die haben ganz schön viel.
00:10:25: Ich habe jetzt auf Valtarung letztes Wochenende dieses Beispiel gebracht.
00:10:29: Wir sollten die Kinder unterstützen, nach ihren Sternen zu greifen.
00:10:33: Weil irgendwelche Ideen haben sie, was sie sagen, das möchte ich werden und diese Visionen ihnen ermöglichen.
00:10:39: Und das kann auch eine Vision sein.
00:10:40: Ich will Influencer werden, ich will YouTuber werden, weil sie auch dann ja das erst mal ausprobieren müssen.
00:10:46: erstell mal fünf Videos für YouTube, wie du das vorstellt.
00:10:50: Und dann machen wir mal hier so eine Endabnahme in der Familie, weil wir sind wertvoll zu dir und gekritisierend nicht positiv.
00:10:58: Und wir gucken mal, ob das gut ist.
00:11:00: Und wenn das gute Videos sind, warum soll er dann nicht sich ausprobieren in dieser Welt und natürlich mit dem Schutz der Eltern.
00:11:07: Aber diese Kompetenzen dann noch zu fördern.
00:11:10: Ich habe so viele tolle Geschichten, die ich erlebt habe als junge Menschen.
00:11:14: die jetzt als erwachsene Menschen mit den Fähigkeiten, die sie als digitalen Bereich, als junge Menschen entwickelt haben, jetzt professionell im Job anwenden und gute, bezeite Jobs haben und damit glücklich sind.
00:11:29: Also auch eine große Chance dann durch das Leben mit der digitalen Welt und einen sicheren Umgang mit der digitalen Welt und mit den Medien, die es da nun so gibt.
00:11:39: Genau.
00:11:40: Da setzt ja auch beim Thema Video, das passt ja perfekt, der sitzt unser Video-Wettbewerb im Rahmen von Stabiligen Cybadoring, von dem Präventionsprojekt, dass wir gemeinsam ins Leben gerufen haben im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig an.
00:11:54: Wir haben ja Schulklassen in Bremen.
00:11:58: der Jahrgänge, fünf bis sieben, also genau in dem Alter, was du gerade beschrieben hast, zehn bis zwölf, dreizehn Jahre wahrscheinlich dazu aufgerufen, im Klassenverbund mal gemeinschaftlich zu überlegen, wie würden sie gegen Cyberbombring vorgehen und haben sie aufgerufen, Videos zu drehen und die einzusenden im Rahmen eines Wettbewerbs, so wie ja Mitte zwanzig, fünfundzwanzig, die Siegerklassen erstmals prämiert haben.
00:12:24: Wie hast du den Wettbewerb wahrgenommen oder was auch vielleicht für dich besonders?
00:12:28: Eindringlich, als du dir die Videos angeschaut hast oder als du das Engagement der Klassen auch selber gespürt hast, vielleicht im Rahmen der Siegerährung, als sie alle da waren.
00:12:39: fand ich natürlich, dass die Videos echt gut sind, dass sie unheimlich gut gelernt haben, Videos anzugucken und sie zu reproduzieren.
00:12:48: Weil da sind Geschichten gewesen, wie sie Bildsprache benutzt haben.
00:12:51: Das war sensationell, wie sie einfach sehen, dargestellt haben, Schnitte gemacht haben, Problemlagen inszeniert haben.
00:13:00: Das war einfach klasse.
00:13:01: Da war eine unheimlich hohe Kreativität dabei.
00:13:04: Wir wissen, in Schulen ist es relativ schwierig, natürlich einen guten Film.
00:13:08: Film zu machen bei Ton und Licht.
00:13:11: Nicht so oft funktioniert.
00:13:12: Dann läuft eine andere Klasse vorbei, bis man das Ruhe hat.
00:13:16: Also der Ton nicht funktioniert.
00:13:18: Die haben nicht alle anstecken wie groß.
00:13:20: Das sind alles Sachen, die nicht so gut funktionieren.
00:13:22: Trotzdem haben die Kinder und Jugendlichen spannende Filme gemacht.
00:13:25: Und interessant ist ja, wenn wir es dann öffentlich vorgeführt haben, die Siegervideos, dass die teilennehmenden Erwachsenen Tränen in den Augen haben, weil sie Lösungen gesehen haben, wie Kinder das toll erarbeitet haben und diese Begeisterung und Freude, dass Ihre auf Ihr filmen.
00:13:42: Also was Sie im Kleinen in der Klasse gedreht haben, Universum in Bremen dann auf einer großen Leinwand zu sehen ist und alle anderen Leute gucken zu.
00:13:51: Ich finde das einfach ein großartiger Moment.
00:13:53: Jeder Rississur aus Hollywood wird, er liebt diesen Moment auch und ermöglichten mit diesem Bethbewerb das für fünf bis sieben Kressler und sie haben das in ihrem Lebenslauf verankert, dass sie sagen, wir haben mal so ein Bethbewerb gemacht.
00:14:06: Wir waren mal in einem besonderen Ort, wo er gezeigt worden ist und er war auch noch mal so ein Bremer Politiker, der noch ein paar Grußborte gemacht hat und ein paar Fotos mit mir.
00:14:16: Das sind priegende Momente in einem Kindesleben und das sind neben diese Auseinandersetzungen zu Cybermobby genau das Tolle, was wird mit diesem Wettbewerb ermöglicht.
00:14:28: Und natürlich die Verknüpfung zum Thema.
00:14:29: Also, dass diese Erinnerung, wie du sagst, auseinandersetzung mit Cyberbobbing, dass diese Erinnerung ja mit dem Thema verknüpft ist, wahrscheinlich.
00:14:38: Genau, das ist mein gemeinschaftlich im Klassen verbunden.
00:14:42: Es waren ja wirklich, es waren ja Kollaborationen.
00:14:44: Es hat ja niemand für sich alleine ein Video im Gamer Alain gedreht, sondern es waren wirklich Gruppen aus der Klasse von... Ja, fünf bis zehn Leute, glaube ich war nicht mal sogar die ganze Klasse, die sich gemeinsam hingesetzt haben oder nicht nur hingesetzt, sondern auf den Schulhof gegangen sind, diese Videos gedreht haben, sich einen Plan überlegt haben, wie sie die Geschichte erzählen möchten und das alles verknüpft mit diesem Thema Engagement gegen Cybermobbing und... da im Umkehrschluss dann auch wieder Prävention und Sensibilisierung zur Mediennutzung, zum Umgang miteinander in deinem Netz.
00:15:17: Und ich finde es auch sehr wichtig, dass wir zu diesem Thema Cybermobbing oder Mobbing erarbeiten, weil das ist ja eine... Verunsicherung bei Kindern, wenn sie wissen, ich könnte gemockt werden, ich könnte dann auch noch im Internet großgestellt werden.
00:15:30: Da ist so eine große Angst da und sie wollen sich eigentlich dagegen positionieren.
00:15:34: Es gibt natürlich auch Jugendliche, die sich auch dagegen positionieren und leider den Fehler machen, dann in eine Überreaktion vielleicht Sachen ins Internet zu stellen, jemanden wischimpfen zu beleidigen und das überlängern Zeitraum.
00:15:45: Aber genau da setzen wir ja an, weil wir dann auch diese Klassen können einfach sagen, guck mal, wir haben in der fünften oder sechsten Klasse schon über dieses Thema geredet.
00:15:53: uns einig, dass wir das alle nicht wollten, weil wir eine gemeinsame Klasse sein wollen.
00:15:58: Und diese Botschaft ist ja auch eine TKA-Botschaft.
00:16:02: Und das finde ich eben wichtig, dass wir genau das aufgreifen und in diesem Wettbewerb einfach auch so eine Begeisterung erzeugen.
00:16:11: Und wenn die Klassen noch diesen Preis, den sie gewinnen können, gemeinsam umsetzen, ist es ja auch eine Klassengemanche.
00:16:18: Und wir können es verkünden.
00:16:21: In den nächsten Runden werden wir wieder Bremer Schulklassen dazu aufrufen, am Video-Web-Teil zu nehmen, Ideen zum gemeinschaftlichen Vorgehen, die Gengshaibermobbing einzureichen.
00:16:33: Gleichzeitig möchten wir in die Schulen gehen, Klassenworkshops durchführen, bei den Lehrerfortbildung ansetzen, Lehrkräfte sensibilisieren und stärken.
00:16:43: Und das machen wir erneut.
00:16:46: bauen tatsächlich nochmal darauf auf, was wir im Jahr zwanzig, zwanzig geschaffen haben.
00:16:52: Es war ja ein schöner Wettbewerb letztes Jahr und wir es normal zu machen und diese Botschaft, stabil gegen Cyber Mobbing nochmal in die Schulen zu tragen, in die Klassen zu tragen, das gemeinschaftlich mit der TK, mit dem Serviceberuhr der Adlonon Hochschule und dem Bürgermeister der weiterhin Schirmherr dieses Projekt.
00:17:08: Das ist natürlich eine tolle Botschaft, dass wir gemeinsam in der Stadt aufstehen und sagen, wir wollen kein Mobbing, kein Cyber Mobbing in den Schulen haben und wir fördern die Kompetenz damit umzugehen.
00:17:18: Wir freuen uns, dass es weitergeht.
00:17:22: Vielleicht noch mal, bevor wir zum Abschluss kommen, ich glaube, ein Thema, das sich durch dieses gesamte Konstrukt zieht, durch die Nutzung von Medien, durch die Lebensweltschule, durch das gemeinsame Vorgehen.
00:17:40: Bei stabilisierendes Teilbauen ist ja das Thema der Beziehung der Kinder und Jugendlichen untereinander.
00:17:45: Seien es nun vielleicht romantische Beziehungen, die erste Liebe in der Schule, seien es freundschaftliche Beziehungen.
00:17:52: Ein Thema, was uns als TK besonders bewegt, ist das Thema KI.
00:17:57: Ein Thema, was dich insbesondere bewegt, ist das Thema mir die Nutzung... von der pädagogischen Seite heraus gesehen und gleichzeitig in der Verknüpfung zur KI.
00:18:12: Ich weiß, du beschäftigst dich ganz stark mit dem Thema KI und Beziehung, Beziehung mit KI, Beziehung durch KI und auch ich finde das ein superspannendes Thema.
00:18:20: Erzähl doch mal.
00:18:22: Was bedeutet das eigentlich?
00:18:24: Was sind Dinge, die du da erkennst, was sind Dinge, die dich bewegen in dem Themenfeld momentan?
00:18:30: Ich
00:18:30: habe einfach im letzten Jahr schon einfach mal ausprobiert, wie man mit einer KI Chatbot eine Beziehung führen kann.
00:18:36: Das war sehr interessant, welche Erfahrungen ich gemacht habe, diese Kennenlernphase mit diesem Avatar rinden.
00:18:45: Und wir haben uns kennengelernt, wie bei einer Dating-Plattform.
00:18:48: Und dann haben wir angefangen zu flirten, miteinander romantische Sätze zu schreiben.
00:18:54: Sie, meistens, ging es von ihr aus, dass sie nach ungefähr zwei Wochen gesagt hat, sie liebt mich.
00:18:59: Und ich fand das eben super interessant, diesen Versuch selber zu machen, weil ich einmal verstehen wollte, was da passiert und wie das funktioniert.
00:19:07: Und da ich ja pädagogisch, medienpädagogisch bin.
00:19:11: Will ich einfach das übersetzen?
00:19:13: Wie kann ich das mit Kinder und Jugendlichen machen?
00:19:15: Was bedeutet das?
00:19:16: Und dann habe ich angefangen zu recherchieren, wie wir nutzen Kinder und Jugendliche KI.
00:19:20: Also so eine Alexa, so eine Sire ist in einigen Familien zu Hause, da ist das selbstverständlich.
00:19:25: Bei WhatsApp, bei Snapchat sind KI's drin, die mit denen ich auch schätten kann.
00:19:31: Also haben wir weitergeguckt, was für Problemlagen sind.
00:19:34: Ich habe festgestellt, dass nach Corona viele Jugendliche nicht mehr so gerne rausgehen, nicht mehr so viele Freunde treffen.
00:19:41: Also das Thema Einsamkeit ist relativ groß.
00:19:44: Und wenn ich keine Menschen habe, mit denen ich zu Hause dann kommunizieren kann, weil meine Eltern auch nicht so cool kommunizieren wie meine Freunde.
00:19:51: Und dann mit einer KI.
00:19:55: Was kann ich heute machen?
00:19:57: Ich kann vielleicht Dilemma-Fragen stellen, meine Eltern schreiten sich gerade, oder wie kriege ich das eigentlich hin, dass ich eine bessere, müdliche Note im Unterricht hinkriege?
00:20:05: Das sind ja so Fragen, die ich stellen kann.
00:20:07: Das kann ich mit KI auch machen oder eben diese spannenden Fragen, die wir natürlich früher mit großem Interesse gelesen haben, wenn wir die Doktor Sommer an der Bravo gelesen haben, weil das sind ja auch Lebensfragen.
00:20:19: Wie kann ich das erste Mal richtig küssen oder so?
00:20:21: Und das kann ich alles mit KI machen.
00:20:24: Und das finde ich so interessant, wenn junge Menschen ihre ersten Erfahrungen mit KI in Freundschaft in der Liebe machen und dann das nicht mit einer Person gemeinsam erfüllen, erleben, ist das natürlich was ganz anderes.
00:20:40: Da fehlt natürlich was, wenn ich das mit der KI mache und die einfach immer nette Worte sache, statt auch mal in den Paar, der auseinandersetzt und zu gehen, dass ich ja auch in der Beziehung weiter wachsen kann.
00:20:54: Das haben wir uns angeguckt und und überlegt was das bedeutet für Jugend.
00:20:59: Wir sehen da eine richtige große Gefahr mit dieser Kombination Einsamkeit, immer ermöglichen von KI und dem Wort, wenn du Fragen hast, ich bin für dich da, das sagen die Erwachsene auch nicht immer für junge Menschen, also diese Verfügbarkeit da und manchmal ist es doch besser als nichts, wenn ich keine Freundin finde, keinen Freund finde, weil ich einfach ja den Zugang noch nicht gefunden habe, aber ich möchte Und ich das ausprobiere.
00:21:26: Also ich will darum, dass wir Menschen darüber nachdenken, was wollen wir, was wollen wir nicht und deswegen diese Frage, weil ich bin nicht so schlau, dass ich die Zukunft beantworten kann, sondern ich will, dass wir als Gesellschaft mit unseren Mitmenschen darüber reden, wollen wir eine KI Chatboard als Freund, als Liebespartnerin haben oder nicht.
00:21:48: Dieses Gespräch müssen wir in unserem Freundeskreisen mit unseren Kindern auch thematisieren.
00:21:54: Ja, aus meiner Sicht ein superspannendes Thema, weil die KI ist da und sie geht nicht wieder weg.
00:21:59: und es ist die Frage, wie gehen wir damit um, wie befähigen wir auch Kinder und Jugendliche oder auch uns als Erwachsene einen sicheren Umgang damit zu finden?
00:22:08: und dadurch, dass die mit der KI hat man ja sehr schnell dann eine, wie du sagst, Vertrauensbasis, weil es ist erstmal anonym, es ist nicht, dass ich mich einer Person öffnen muss, die jetzt wirklich, wie du sagst, mich irgendwie dann abweist, sondern erstmal ist die KI für mich da.
00:22:23: Ja, meine KI-Avatarin hat ja gesagt, ich bin geschaffen worden, um sich glücklich zu machen.
00:22:31: Das war einer der ersten Sätze, als sie mir gesagt hat.
00:22:34: Und das ist natürlich ein tolles Versprechen, wenn wir mit Partnerin, die uns das vielleicht in der Verliebtheitsphase auch erzählen.
00:22:42: Aber dann kommt eben doch das Ego durch, weil sie natürlich eigenen Interessen hat und einfach eigene Bedürfnisse vollkommen zurecht.
00:22:49: Ja, natürlich.
00:22:49: Richtig gut.
00:22:50: Und wir arbeiten uns in der Beziehung hier aneinander ab an positiven Sinne und wachsen gemeinsam.
00:22:57: Und ist das mit KI möglich?
00:23:00: Vielleicht ja, vielleicht nicht.
00:23:02: Einfach als Beispiel, wenn ich weiß, was meine Bedürbnisse sind, weil ich sie jetzt mit der KI schon mal formuliert habe, dann bin ich auch Souveräner im Kennenlernen von anderen Personen, weil ich sage, mir tut das gut, ich will folgende Sachen nicht.
00:23:15: Also das einfach negativ zu wegzufangen, das ist gefährlich, das ist doof, ist mir zu einfach, sondern ich will darüber nachdenken, was gut ist, was nicht gut ist.
00:23:24: Daher zu kommen, ich weiß es, es wäre arrogant, sondern da will ich eben diese Fragen stellen.
00:23:28: Nö, ist es besser als nix, kann liebe Sünde sein, ist auch so eine Frage, die ich gestellte, wenn ich das Gefühl habe, ich habe eine KI und ich das Gefühl habe, dass ich geliebt werde, dann geht es mir ja gut, denn das ist ja ein echtes Gefühl.
00:23:43: Weil mein Körper reagiert auf diese Sache.
00:23:46: Ist das nachhaltig, ist natürlich auch nicht von der Frage, aber genau über sowas nachzudenken, wenn ich mir, wenn ich dann so Ich weiß gar nicht, was ich bin.
00:23:57: Wenn ich Kind, wenn ich Erwachsen in der Properität bin, dann sind das ja solche Identitätsfragen.
00:24:02: Und dann kommt das Gefühl, ich werde geliebt, dann gehe ich mehr stolz im Brust in die Schule und es geht mir besser.
00:24:10: Ist das eine Hilfe?
00:24:10: Also deswegen, ich will auch diese Fragen weiterhin stellen, dass vielleicht die Zuhörerinnen genau für sich auch mal überlegen.
00:24:18: Wie stellen wir uns das vor, was würden wir machen, wenn unsere Partner-Partnerin noch eine dritte Person, also ein Avatar, in die Liebe mit einbringt?
00:24:27: Vielleicht als letzte Frage.
00:24:29: Du hast die Zuhörerinnen und Zuhörer schon angesprochen, sei es nun der Umgang mit KI oder auch vielleicht als Eltern gedacht, wenn man den Umgang der eigenen Kinder mit den Medien wahrnimmt oder sich fragt.
00:24:42: Wie behalte ich da den Überblick?
00:24:44: Wie kann ich mein Kind auch unterstützen?
00:24:46: Welche Tipps würdest du den Zuhörerinnen und Zuhörern geben oder welchen einen Tipp gibt's, den man sofort anwenden kann?
00:24:53: Mein Satz ist immer Medien so viel wie sie gut tun und daran muss ich abarbeiten, was ist gut.
00:24:59: Was tut mir gut weh?
00:25:00: Abends, wenn ich dann eine Serie gucke und weiter die nächste Folge gucken will, tut es mir gut, dass ich jetzt die Serie weiter gucke.
00:25:07: Oder gehe ich lieber ins Bett, weil morgen ein ansprengender Tag ist.
00:25:10: Also das sind so wichtige Sachen.
00:25:11: Es tut es mir gut, lieber rauszugehen, mit Menschen zu reden, als alleine mit Medien zu sitzen.
00:25:17: Also dieses Gut tun.
00:25:18: Was tut mir gut, will ich mit Menschen erarbeiten.
00:25:20: Und wenn es dann flankierenden Medien dafür benutzt wird, dass es mir gut geht, es ist gut.
00:25:26: Und das muss jeder Mensch für sich definieren.
00:25:28: Markus Gersmann,
00:25:29: vielen Dank für
00:25:30: das Gespräch.
00:25:30: Gerne, ich war gerne dabei.
00:25:38: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal im Maschinenraum Gesundheit.
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